Ausbildung in Teilzeit

Friseurin Natalia Hanemann bringt Familie und Beruf unter einen Hut

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Inhaberin Katrin Wacker (links) hat Natalia Hanemann (rechts) aus Eystrup eine Ausbildung in Teilzeit ermöglicht. Mitarbeiterin Monika Weiß (Mitte) schwärmt von der guten Stimmung im Salon.

Eystrup/Verden - Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sehr wichtig. Flexible Arbeitszeitmodelle werden oft nachgefragt und sind bei Frauen und Männern beliebt, um beispielsweise die Kindesbetreuung bedarfsgerecht gestalten zu können. Wer eine berufliche Ausbildung in Teilzeit anstrebt, der wird feststellen, dass es durchaus schwieriger sein kann, einen passenden Arbeitgeber zu finden. Das schreibt die Agentur für Arbeit in einer Pressemitteilung.

Natalia Hanemann, Mutter von zwei Kindern, hat sich vor einem Jahr genau für diesen Weg entschieden und Glück gehabt: Die Eystruperin fand eine aufgeschlossene Arbeitgeberin, die ihr einen Ausbildungsplatz als Friseurin in Teilzeit anbot.

Katrin Wacker vom Friseursalon „Art of Hair“ in Verden war bereits von der Bewerbung der jungen Mutter begeistert: „Das war eine echt tolle Bewerbung, keine 0815-Bewerbung, wie ich sie sonst manchmal schon bekommen habe. Für mich war sofort klar, dass ich Natalia Hanemann kennenlernen will“, sagt Wacker.

Durch die Unterstützung des Jobcenters im Landkreis Nienburg wurden Natalia Hanemann wertvolle Tipps gegeben, wie sie sich in ihrer besonderen Situation bewerben könne, heißt es in der Pressemeldung. Dass sie aber nach fünf Bewerbungsversuchen schon ein so positives Feedback bekomme, hätte sie selbst nicht gedacht. „Ich habe mich natürlich auch auf eine Ausbildung in Vollzeitform beworben, aber immer klar signalisiert, dass ich gerne das Teilzeitprogramm nutzen würde“, berichtet sie.

Nach dem persönlichen Kennenlernen zwischen Katrin Wacker und der Bewerberin stand für beide schnell fest: Die Chemie stimmt. Organisatorische Fragen konnten rasch durch die Arbeitgeberberatung des Arbeitgeberservices der Agentur für Arbeit Verden geklärt werden, sodass der Ausbildungsvertrag zum 1. August des vergangenen Jahres geschlossen wurde.

Nun, ein Jahr danach, ist Natalia Hanemann glücklich über den bisherigen Verlauf. Sie hat das erste Ausbildungsjahr hinter sich gebracht und ist froh, diesen Weg gegangen zu sein: „Ich arbeite sehr gerne in diesem Beruf und das Arbeitsklima hier im Betrieb ist toll. Ich habe bereits viel gelernt und freue mich auf neue Herausforderungen“, erzählt sie freudig.

Durch das gelungene Zeitmanagement ihrer Chefin könne sie ihre Kindesbetreuung verlässlich planen. Auch ihre Kollegin Monika Weiß, bestätigt, dass die „Chemie im Team hier echt stimmt“.

Natalia Hanemann wollte schon immer Friseurin werden, dank einer aufgeschlossenen Arbeitgeberin hat sie diese Chance auch bekommen. Auch nach einem Jahr ist sie noch glücklich und antwortet auf die Frage, was ihr am besten an der Ausbildung gefalle: „Alles, mir gefällt wirklich alles“. Auf die Frage, was ihr hingegen nicht zusage, muss sie schon etwas überlegen und entgegnet schließlich: „Eigentlich nichts, nur dass ich händeringend nach einem Modell für eine klassische Dauerwelle suche. Das ist sehr schwierig zu finden, schwieriger als meinen Ausbildungsplatz“.

Quelle: kreiszeitung.de

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