Haushalte werden für Mikrozensus befragt

Wer ausgewählt ist, muss teilnehmen

Samtgemeinde - „Mikrozensus“ nennt sich eine statistische Erhebung, bei der seit 1957 jährlich rund ein Prozent der Haushalte in Deutschland befragt werden. Sie sind repräsentativ ausgewählt, und deshalb gehören 2017 auch solche aus der Samtgemeinde Grafschaft Hoya dazu. Das Statistische Bundesamt hat sie ausgewählt und befragt sie von März bis Dezember (siehe Liste). Das teilt die Samtgemeindeverwaltung mit.

In einer Pressemitteilung erklärt das Statistische Bundesamt, was das Ganze soll und welche Fragen die Einwohner beantworten müssen?

Warum das Ganze?

Die Ergebnisse des Mikrozensus sind von erheblicher Bedeutung für Politik und Gesellschaft. Sie dienen der Erkenntnis über die Lebensverhältnisse der Bevölkerung, so zum Beispiel der Erkenntnis von sozialen Problemen in ihrer zahlenmäßigen Bedeutung. Diese Kenntnisse sind Voraussetzung für eine effektive Förderung gerade solcher Bevölkerungsgruppen, die in besonderem Maße der staatlichen Unterstützung und Fürsorge bedürfen.

Was wird gefragt?

Gefragt werden unter anderem allgemeine Angaben (zum Beispiel Geschlecht, Geburtsjahr, Familienstand), Angaben zur Erwerbstätigkeit und einer eventuellen Arbeitssuche, zur Aus- und Weiterbildung, zum Lebensunterhalt sowie im vierteljährlichen Wechsel Angaben zur Wohnsituation, zur Krankenversicherung, zum Pendlerverhalten und Fragen zur Gesundheit. Bei nicht mehr Erwerbstätigen, besonders bei älteren Personen, fallen umfangreiche Fragenblöcke weg. Zur Erleichterung der Beantwortung unterstützen ehrenamtliche Interviewer die Erhebung.

Wer wird ausgewählt?

Für diese Befragung werden in jedem Jahr nach einem mathematischen Zufallsverfahren ein Prozent aller Wohnungen in Deutschland ausgewählt. Eine einmal ausgewählte Wohnung bleibt normalerweise vier Jahre nacheinander in der Stichprobe. Wer dann dort wohnt, ist nach dem Mikrozensusgesetz verpflichtet, die im Gesetz bestimmten Angaben zu machen.

Muss man antworten?

Der Mikrozensus ist eine amtliche Erhebung, bei der der Gesetzgeber für den überwiegenden Teil der Fragen eine Auskunftspflicht festgesetzt hat. Demgegenüber steht für das Statistikamt eine Geheimhaltungspflicht der Angaben. Sobald die erforderlichen Angaben vollständig und richtig vorliegen, werden Name und Anschrift von den eigentlichen Daten getrennt und vernichtet.

Insofern kann auf Angaben des Vorjahrs nicht zurückgegriffen werden.

Die Anwohner folgender Straßen werden befragt:

Bücken, Nienburger Straße (April)

Eystrup, Hauptstraße (November)

Gandesbergen, Waldstraße (Juli)

Hassel, Hasseler Bruch (März)

Hoya, Bakelberg (Dezember)

Hoya, Sielfeldstraße (Dezember)

Hoyerhagen, Kanalstraße (Sept.)

Quelle: kreiszeitung.de

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