Gewächs ist in der Gegend unbekannt

Australischer Pilz im Sellingsloh

Den Tintenfischpilz fand Ingo Merker bei einem Spaziergang.
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Den Tintenfischpilz fand Ingo Merker bei einem Spaziergang.

Hoya - Die zehn Zentimeter langen „Arme“ des Tintenfischpilzes ragen aus dem Boden. Ihre Farbe – ein leuchtendes Rot – hebt sich deutlich vom grünen moosbewachsenen Boden ab. Doch die Schönheit trügt: Der Tintenfischpilz ist ein Aasgewächs und stinkt zum Himmel. Ingo Merker hat ihn bei einem Spaziergang im Sellingsloh entdeckt. „Ich habe lange recherchiert, bis ich endlich wusste, um was es sich handelt“, sagt er. Das Ungewöhnliche: Der Pilz ist ursprünglich in Australien und Neuseeland heimisch.

„Zuerst hatte ich den Eindruck, dass jemand Essensreste im Wald verteilt hat“, sagt Ingo Merker über seinen Pilzfund. Er ist Anwohner vom Sellingsloh. „Bei genauerem Hinsehen stellte ich fest, dass dieses komische Etwas in der Erde steckt und eigenartig riecht.“ Es sei kein schlimmer Gestank gewesen, „aber trotzdem möchte ich mit der Nase nicht zu nahe ran.“ Nach dem Frost sei der Pilz dann zerflossen wie Gallertmasse. Um das Gewächs genauer bestimmen zu können, machte er ein paar Fotos. „Diese zeigte ich Bekannten, die sich eigentlich gut mit Pilzen aus den umliegenden Wäldern auskennen. Außerdem zeigte ich sie den Mitgliedern des Sportvereins und auch bei Lehrern in der Schule. Aber niemand konnte sagen, um was es sich handelt.“

Im Internet fand Ingo Merker schließlich wonach er gesucht hatte: „Ich identifizierte den Pilz als australischen Tintenfischpilz und dass er in dieser Gegend kaum bis gar nicht vorkommt. Er ist aber im Begriff, sich in der Umgebung auszubreiten.“

Uwe Niedergesäß, Förster im Sellingsloh, hat den Tintenfischpilz selbst noch nicht gesehen. Er musste ebenfalls nach dem Gewächs im Internet suchen. „Ich gebe zu, auf den Bildern, die ich gesehen habe, sieht er toll aus.“

Niedergesäß wird aber nichts gegen das Gewächs unternehmen. „Die Erfahrung zeigt: Bekämpfen kann man eingeschleppte Arten nur punktuell.“ Wenn der Tintenfischpilz sich weiter verbreitet, dann wird der Förster aktiv: „Invasive Arten sind erst für uns interessant, wenn sie zum Problem werden. Los wird man sie aber nie.“ · at

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