Autorin Johanna Ritter stellt mit „Das Deichgeheimnis“ ihr drittes Buch vor

Spannung mit jeder Menge Nordseeflair

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Verbindende Elemente: Autorin Johanna Ritter an der Mündung des Meerbaches in die Weser. Über beide fließt das Wasser von ihrem Wohnort am Steinhuder Meer bis in die Nordsee – dem Schauplatz des Romans „Das Deichgeheimnis“.

Schneeren/Nienburg - Von Leif Rullhusen. Eine steife Brise Nordseeflair, eine spannende Handlung auf den Spuren lang gehüteter, finsterer Familiengeheimnisse und überraschende Wendungen: Die Mischung in Johanna Ritters drittem Roman „Das Deichgeheimnis“ ist absolut stimmig und überaus unterhaltsam.

Die 190 Seiten – gerade druckfrisch im Buchhandel zu bekommen – sind fix verschlungen.

Die treuen Stammleser der Schneerener Schriftstellerin erwartet Vertrautes, aber auch viel Neues. Alle Neuleser dürfen sich auf einfach gute Unterhaltung mit viel Küstenambiente freuen. Johanna Ritter hat die Handlung, wie in ihren ersten beiden Büchern, wieder an der Nordsee angesiedelt. Diesmal nicht auf einer fiktiven ostfriesischen Insel, sondern an der nordfriesischen Küste rund um das real existierenden St. Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt. Zudem müssen sich die Stammleser auf neue Charaktere und eine Geschichte mit deutlich mehr Spannungselementen einstellen. „Es bleiben nicht alle Personen in dem Roman am Leben. Blutrünstig ist er aber nicht“, macht die Autorin neugierig, ohne zu viel zu verraten.

„Das Deichgeheimnis“ spinnt zunächst zwei unabhängige Handlungsfäden, die ein altes Familiengeheimnis miteinander verbindet. Alles hat angefangen mit dem Biikebrennen, dem traditionellen nordfriesischen Feuerbrauch, an einem kalten Februartag vor sechzig Jahren. Die längst verdrängten Geschehnisse von damals kommen wieder an die Oberfläche, als die junge Eiderstädterin Inken Jensen im Nachlass ihrer Oma ein mysteriöses Tagesbuch entdeckt. Wer hat es geschrieben und was hat es mit der Würzburgerin Greta Huber zu tun, die ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt das erste Mal an der Nordsee auf Eiderstedt ihren Urlaub verbringt?

Abgetaucht in die weite norddeutsche Landschaft unter endlosem Himmel, den Geruch des Wattenmeeres, des nassen Grases saftiger Wiesen fast in der Nase spürend dem Familiengeheimnis auf der Spur, verfliegen die Seiten im Nu.

Wer auf den Geschmack gekommen ist und mehr von der Schneerener Autorin lesen möchte, kann zu ihren ersten beiden Büchern „Teezeit am Meer“ und „Kursänderung – Reise mit Hindernissen“ greifen. Johanna Ritter beschreibt darin die Freundschaft von vier Menschen. Sie erzählt deren Geschichten, Erlebnisse und Alltagsbegebenheiten. Oft heiter, manchmal nachdenklich stimmend und jederzeit unterhaltsam. „Das Deichgeheimnis“ wird übrigens nicht das letzte Werk von Johanna Ritter bleiben. „Das nächste Buch ist schon in Arbeit“, berichtet die Autorin. Worum es geht, verrät sie indes noch nicht. Nur so viel: „Das Meer wird eine Rolle spielen.“

Zu zwei Lesungen über „Das Deichgeheimnis“ lädt Johanna Ritter ein. Die erste findet am Freitag, 28. April, in der Nienburger Bücherbutze statt. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Aufgrund der begrenzten Plätze sollten sich Interessierte unter Tel. 05021/62258 vorher anmelden. Wer eine Lesung mit Johanna Ritter am Originalschauplatz bevorzugt, hat dazu in diesem Sommer Gelegenheit. Am Mittwoch, 12. Juli, liest ab 19.30 Uhr die Schriftstellerin in der Bücherei und Mediothek St. Peter-Ording. Genug Zeit also, um seinen Nordseeurlaub darauf abzustimmen und nach der Lesung vielleicht noch schnell das Titelmotiv, den Westerhever Leuchtturm, zu besuchen.

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