Geflügel muss in den Stall

Geflügelpest: Aufstallpflicht auch im Landkreis Nienburg

Gänse im Stall
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Die Kreisverwaltung hat eine sofortige Aufstallpflicht für Geflügel angeordnet

Landkreis Nienburg – Bei einer tot aufgefunden Graugans in Rehburg-Loccum wurde am Donnerstag, 19. November, die hochansteckende aviäre Influenza (Geflügelpest HPAIV, H5) festgestellt. Das berichtet der Landkreis Nienburg in einem Schreiben. Zudem ordnet die Kreisverwaltung ab sofort eine Aufstallpflicht für Geflügel an, als Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung der Geflügelpest.

„Die Aufstallpflicht gilt für das gesamte Kreisgebiet. Alle Personen, die Geflügel draußen halten (auch Hobbyhalter), müssen ihre Tiere aufstallen oder unter einer Vorrichtung halten, die überdacht ist und eine Seitenbegrenzung hat, um das Eindringen von Wildvögeln zu verhindern“, heißt es weiter.

Hintergrund der Maßnahme ist das steigende Verbreitungsrisiko des hochansteckenden Vogelgrippevirus H5N8 bei Wildvögeln sowie in Nutzgeflügelbeständen in mehreren deutschen Bundesländern. Dies habe dazu geführt, dass das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in seiner Risikobewertung vom 5. November das Risiko der Einschleppung des Virus in die Hausgeflügelpopulation über Wildvögel als hoch eingestuft habe, so die Verwaltung.

Ansteckungsgefahr für Hausgeflügel ist hoch

„Bei der hochpathogenen Aviären Influenza (Vogelgrippe) handelt es sich um eine hochansteckende, anzeigepflichtige Viruserkrankung beim Geflügel. Bislang ist keine Übertragung auf den Menschen bekannt“, so der Landkreis.

Experten gehen demnach davon aus, dass der Erreger insbesondere durch Wildvögel verbreitet wird. „Der Ausbruch der Geflügelpest bei Hausgeflügel kann immense wirtschaftliche Folgen haben und muss daher mit allen Mitteln verhindert werden“, betont der Kreis.

Darüber hinaus fordert der Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung alle Geflügelhalter auf, die Vorsorge- und Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten. Hierzu gehört, dass Ställe nur mit Schutzkleidung betreten werden und dass Futterstellen für Wildvögel nicht zugänglich sein dürfen.

Und: Wer seine Geflügelbestände noch nicht beim Kreis angemeldet hat, wird aufgefordert, dies umgehend nachzuholen.

Infos und Kontakt

Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung

Telefon: 05021 967-113

E-Mail: vetamt@kreis-ni.de

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