Auch Mehrfamilienhäuser in Hoya möglich

B-Plan auf den Weg gebracht

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So könnte das Baugebiet aussehen.

Hoya - Von Michael Wendt. Einstimmig hat der Hoyaer Stadtrat in seiner Sitzung am Montagabend grünes Licht für den Bebauungsplan „Wohngebiet Lange Straße“ gegeben. Thomas Aufleger schlug dem Gremium mehrere Änderungen des Grundentwurfs vor. Der Rat folgte dem. Aufleger ist Geschäftsführer der NWP-Planungsgesellschaft, die den Bebauungsplan (B-Plan) in Zusammenarbeit mit der Stadt erarbeitet hatte.

Das Wohngebiet soll auf dem ehemaligen Krankenhausgelände entstehen. Vorgesehen ist der Bau von Mehrfamilienhäusern im Norden sowie im Osten und Einfamilienhäusern im Süden. Für einen Teil der Fläche wird vorerst kein B-Plan verabschiedet. So will sich die Stadt alle Optionen offenhalten, falls das Ärztehaus nicht wie geplant an der „Scharfen Ecke“ gebaut werden kann.

Über den konkreten Zuschnitt der Grundstücke im Baugebiet entscheidet der Rat später. „Wir werden uns in etwa am Entwurf orientieren“, sagte der stellvertretende Stadtdirektor Rolf Walnsch gegenüber unserer Zeitung. Der Entwurf ist öffentlich im Ratsinformationssystem auf www.grafschaft-hoya.de einsehbar.

Die vorgeschlagene Grundflächenzahl von 0,4 (je 40 Prozent der Grundstücke dürfen bebaut werden) ist im Vergleich mit anderen Baugebieten der Region relativ hoch.

Die Mehrfamilienhäuser dürfen zwei Voll- und ein Dachgeschoss haben. Damit sie optisch nicht wie dreigeschossige oder – bei einem halb über der Erde liegenden Keller – gar wie viergeschossige Häuser wirken, soll die Gesamthöhe laut B-Plan-Entwurf auf 11 Meter begrenzt werden, bei einer Traufhöhe von 6,5 Meter.

Warum ermöglicht man überhaupt Mehrfamilienhäuser? Das fragte Bürgermeisterin Anne Wasner (SPD) und gab selbst die Antwort: „Weil wir festgestellt haben, dass es in Hoya zu wenig Mietwohnungen gibt.“

Damit der Südosten des Gebiets wie geplant bebaut werden kann, muss ein Schallschutz entlang der Bahnstrecke errichtet werden. Dort fährt zwar selten ein Zug, doch das könnte sich theoretisch jederzeit ändern.

Neun Zuhörer folgten der Sitzung im Saal des Rathauses. Bevor der Bebauungsplan gültig wird, erfolgt das übliche Beteiligungsverfahren.

Quelle: kreiszeitung.de

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