Bis zur ersten EP getaucht

Die Band „Meilentaucher“ aus Hoya bringt ihre erste CD raus

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Auf dem Nienburger Altstadtfest 2016 spielten „Meilentaucher“ die Akustik-Ballade „W.I.R“ – den Namensgebersong zur aktuellen W.I.R - EP.

Hoya - Von Max Brinkmann. Seit der Umbenennung Ende vergangenen Jahres wurde so einiges professionalisiert. Von der ehemaligen Schülerband „JUST“ ist nichts mehr zu erkennen – außer die Gesichter der Mitglieder. Die sind nämlich auch unter dem neuen Namen „Meilentaucher“ gleich geblieben.

Ansonsten hat sich alles soweit verändert, dass die Jungs kürzlich ihre erste EP mit dem Titel „W.I.R“ rausbringen konnten. Und das alles obwohl sich die Wege der vier nach dem Abitur am Johann-Beckmann-Gymnasium (JBG) trennten – zumindest örtlich.

Die heute 20- und 21-Jährigen lernten sich 2007 in der Arbeitsgemeinschaft am JBG kennen. Die Geburtsstunde der Band. Nur Julian Marz (Schlagzeug) und Jannis Klettke (Bass) kannten sich von früher. 

Nach dem bestandenen Abitur änderte sich für die vier Jungs so einiges: Hendrik Schumacher (Gesang, Gitarre) macht eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann beim Theater Nienburg, Jannis zum technischen Zeichner in Rethem. Sebastian Mayer (Gitarre) kommt sogar einmal die Woche zum Proben aus Hannover nach Hoya, da er dort Erzieher ist. Auch Julian studiert in Hannover, wohnt aber noch in Eystrup. Die Band blieb also trotz der nun größeren Entfernung bestehen.

Warum Meilentaucher?

Ende 2016 folgte die Umbenennung. Der neue Name Meilentaucher steht für den langen Atem, den die Vier bisher bewiesen haben. „Getreu dem Motto: Durchhaltevermögen zeigen und immer volle Kraft voraus“ heißt es auf ihrer Webseite.

 „Es gibt aber auch noch eine andere Bedeutung“, scherzen die Jungs im Gespräch. „Hendrik taucht kurz vor den Auftritten immer gerne ab. Er ist dann einfach weg. Bis jetzt ist er immer rechtzeitig wieder da gewesen, aber seit das passiert, ist er unser ,Meilentaucher’“.

Veränderung - auch in den Texten

Die EP von Meilentaucher trägt den Namen „W.I.R“ und ist vor zwei Wochen erschienen. Die vier Songs handeln passend zur Umbenennung der Band von Veränderung. Als musikalische Einflüsse nennen sie Bands wie Kraftklub, Coldplay und Heisskalt. „Wir hören durch die Bank weg alles. Eine bunte Mischung“ sagt Schlagzeuger Julian – und das merkt man auch. An einigen Stellen kann man die Einflüsse heraushören. 

Es bleibt jedoch immer so vermischt, dass am Ende ein eigener Deutsch-Pop-Rock-Sound entsteht. Die Band behandelt zeitgemäße und ihrem Alter entsprechende Themen wie das Erwachsenwerden, Träumen und „Einfach mal machen“. Die Lieder funktionieren aber nicht nur über die Texte – durch die eingängigen Melodien kann man sie auch wunderbar „nebenbei“ hören, ohne das es langweilig wird.

Besonders ist der vierte und letzte Song auf der EP. Der ist nämlich nicht wie alle anderen in den CubeAudio-Studios von Markus Gumball in Göttingen aufgenommen, sondern eine Unplugged-Version aus einer Wohnzimmer-Session. 

"Hoher Anspruch an uns selbst"

Die Produktion der EP ist übrigens komplett selbstfinanziert. „Das war nicht gerade billig“, sagt Hendrik. „Aber wir sind verdammt stolz“. 150 Exemplare der CD gibt es – zwei verlost der Blickpunkt. Ansonsten ist die Musik der Vier auch auf iTunes und Spotify zu finden.

„Es ist schon noch Hobby“, antwortet Sebastian auf die Frage, ob die Vier mal von der Musik leben wollen: „Wir haben uns jetzt aber professionalisiert und haben einen hohen Anspruch an uns selbst“. „Deswegen haben wir uns ja auch umbenannt“, fügt Hendrik hinzu: „Wir sind keine Schülerband mehr. Das sollte der Anfang eines neuen Kapitels sein“. Trotzdem verleugnen sie die Zeit als Schülerband keinesfalls. Live spielen sie immer noch einige Songs aus „JUST“-Zeiten.

Bekanntheit durch Konzerte gesteigert 

Konzerte sind für die Band ein wichtiges Thema. „Viele Zuschauer sagen, dass wir live etwas Besonderes haben. Songs vor Leuten zu spielen ist auch für uns ein cooles Gefühl. Das motiviert uns zusätzlich“, meinen die Vier. Durch die vielen Auftritte hat sich ihr Bekanntheitsgrad gesteigert. Sie sind nicht mehr nur im Landkreis aktiv, sondern spielen auch in Bremen und Hannover. 

Natürlich spielen Meilentaucher zum Großteil neue Songs, aber auch ein paar ältere sind dabei. Wichtig ist nur, dass es alles eigene Songs sind. Mittlerweile können sie so bis zu 60 Minuten spielen. In Zukunft wird das wohl immer mehr werden, denn die Jungs haben jede Menge Ideen.

Neue Lieder entwickeln

Die Songs für die EP entstanden alle im Sommer 2016 und seitdem haben Meilentaucher schon wieder den ein oder anderen Song im Studio entwickelt. „Das sind immer gute Momente, wenn wir im Studio erst nur Melodien spielen und später entsteht mal ein Lied daraus“, freut sich Hendrik. 

Meistens läuft das bei den Meilentauchern so ab: Die Songs entstehen immer gemeinsam aus Ideen die von jedem Mitglied gebracht werden können. Die Texte kommen meistens von Sebastian. Ein fertiger Song entwickelt sich – laut den Jungs – immer aus mehreren Ideen.

Und wer weiß, vielleicht bekommen die Besucher auf den nächsten Konzerten im Landkreis (12. August: Weserbeatz, Nienburg; 19. August: H&P Open Air, Hoya; 23. September: Altstadtfestival, Nienburg) ja schon einen ganz neuen Meilentaucher-Song präsentiert.

Gewinnspiel

BlickPunkt-Leser können jetzt mit ein wenig Glück eine der EP’s gewinnen. In einem Gewinnspiel verlosen wir zwei Mal zwei Exemplare der „W.I.R“-EP von Meilentaucher. Einfach bis nächsten Freitag, 21. Juli, um 11 Uhr eine Mail senden an gewinnspiel.nienburg@aller-weser-verlag.de und schon nehmen Sie an der Verlosung teil. In der Betreff-Zeile bitte das Stichwort „Meilentaucher“ angeben und im Text Ihren Namen, Anschrift und Telefonnummer vermerken.

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