Familienfest im Nordertor 

BASF-Jubiläum in Nienburg: Engagierte Mannschaft seit 25 Jahren

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Zum 25. gab es Torte: Werkleiter Dr. Martin Kraum hat den Geburtstagskuchen angeschnitten und gerne die ersten Stücke verteilt.

Nienburg. Von Johanna Müller. Mit einem großen Familienfest ist am gestrigen Freitag das 25-jährige Bestehen des Nienburger Katalysatorenwerks im Stadtteil Nordertor gefeiert worden.

Eingeladen waren – neben Gästen aus der Politik und Verwaltung – die rund 600 Mitarbeiter des Industriestandortes sowie ihre Angehörigen, um gemeinsam auf dem Werksgelände das Jubiläum zu feiern.

Dass die Mitarbeiter mit ihrem Engagement und Zusammenhalt das Herz des Unternehmens sind, wurde während der Festreden immer wieder deutlich. Gerne bezeichnet Werkleiter Dr. Martin Kraum die Angestellten als „Mannschaft“, die durch ihren Einsatz und ihre Anpassungsfähigkeit so manche Hürde im vergangenen Vierteljahrhundert gemeinsam gemeistert hat.

Viel Lob erhielt die Belegschaft auch von Mark Wright, dem Geschäftsführer der „BASF Catalysts Germany GmbH“, zu der das Nienburger Werk gehört. Seine Ansprache formulierte er unter dem Titel „Made in Nienburg“. „Das bedeutet hohe Qualität, weltführende Expertise und eine Mannschaft, die sich immer weiterentwickelt hat“, fast Wright zusammen. Die Geschichte des Abgaskatalysators sei eine Erfolgsstory – und würde seit 25 Jahren eng mit der Historie des Werks im Nordertor verknüpft sein.

Am Puls der Zeit 

Werkleiter Kraum erläuterte in seinen Ausführungen, dass die Katalysatoren allerdings schon Jahre zuvor in Nienburg produziert wurden. 1986 wurde im Industriepark das erste Werk eröffnet, in dem Automobilkatalysatoren für US Export-Fahrzeuge hergestellt wurden. Ein Jahr später wurde auch in Europa eine Abgasgesetzgebung vorbereitet und einzelne Modelle auf freiwilliger Basis mit den Abgasreinigern ausgestattet. Passend zur Verabschiedung der ersten EU-Abgasregelung im Jahr 1993 hat das Unternehmen Engelhard Technologies den Startschuss für den Bau des Nienburger Katalysatorenwerks gegeben. Im folgenden Jahr wurde in direkter Nachbarschaft des Industrieparks Eröffnung gefeiert und die Produktion in das neue Werk verlegt.

Neue Gesetze und Produkte sind im Laufe der Jahre dazu gekommen, immer wieder haben sich die Mitarbeiter den Gegebenheiten angepasst. Im Jahr 2006 wurde Engelhard von BASF übernommen, 2007 folgte die Umfirmung des Nienburger Werkes. Auch die Finanzkrise und der VW-Abgasskandal waren wichtige Themen in Kraums Rückblick.

Und die Geschichte geht weiter: Die Nienburger begegnen neuen Herausforderungen offensiv. Die Automobilbrache wandelt sich. „Die Marktbedingungen für Emissionskatalysatoren sind ständig im Wandel aufgrund veränderter Emissions- und Umweltregulierungen sowie Kundenpräferenzen“, erklärte Mark Wright im vergangenen Jahr. Am Standort Nienburg wurde 2018 darauf mit einer Reduzierung der Wochenarbeitstage reagiert. Daher musste das Team auch Abschied von Kollegen nehmen, berichtete Martin Kraum, der diese Entwicklung bedauert. Doch die Köpfe werden nicht hängen gelassen. Das BASF-Werk will sich neu aufstellen. Ein angrenzendes Grundstück wurde bereits gekauft und damit ein Bekenntnis zum Nienburger Standort gegeben.

Stadt interessiert an Standort

Großes Interesse daran, dass die Erfolgsgeschichte des Katalysatorenwerks weitergeht, hat auch Bürgermeister Henning Onkes. „Und das nicht nur an dem Werk, sondern auch an den Produkten“, sagte der Verwaltungschef in seiner Festrede. Schließlich würde damit auch ein Teil zum Klimaschutz beigetragen. Onkes brachte die Glückwünsche der Stadtverwaltung mit und dankte für die Einladung, an der ihm viel zu liegen schien. So sei er doch ein „Zeitzeuge“ der Entwicklung des Industriebetriebs. Als Mitarbeiter der Verwaltung war er schon Teil der Verhandlungen zum Bau des Werkes. Immer wieder kamen Erweiterungen hinzu. So wuchs nicht nur der Absatz, sondern auch die Mitarbeiterzahl.

Landrat Detlev Kohlmeier würdigte das Unternehmen als großen Arbeitgeber in der Region. Nach der Reduzierung der Arbeitsstunden freute er sich über das positive Zeichen durch den Grundstückserwerb. Zudem schätzt er es, dass die Mitarbeiter auch gemeinsam am gesellschaftlichen Leben der Stadt Nienburg teilnehmen: „Herr Kraum, ich habe gesehen, dass Sie und weitere Mitarbeiter auf der Starterliste des Spargellaufs stehen. Da werde ich gerne drauf achten.“

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