Kanalerneuerung kostet 1,4 Millionen Euro

Bau- und Planungsausschuss Eystrup spricht über laufende und geplante Maßnahmen

Eystrup- Das größte aktuelle Bauprojekt in Eystrup, die Erneuerung des Schmutzwasserkanals in der Strubenstraße und der Stolper Straße, wurde jetzt in Angriff genommen. Darüber und über weitere laufende Baumaßnahmen berichtete Henning Koröde vom Bauamt der Samtgemeinde Grafschaft Hoya während einer öffentlichen Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses der Gemeinde Eystrup, die am Dienstagabend unter Leitung des Ausschussvorsitzenden Norbert Grobrügge (SPD) im Rathaus der Gemeinde stattfand. Mit einem Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro, so Koröde, schlage das Kanalbauprojekt zu Buche. Eine Million Euro trage die Samtgemeinde Grafschaft Hoya, 400 000 Euro die Gemeinde Eystrup.

Der Auftrag für den Kanal- und Straßenbau, zunächst für die Strubenstraße von der Einmündung Stolper Straße bis zur Bundesstraße 215, sei vergeben worden, schilderte Koröde weiter. Mit den Bauarbeiten sei begonnen worden; der Kanal werde in fünf Metern Tiefe verlegt. Damit ging Koröde auch auf die Anfrage eines Einwohners ein, der bemängelte, dass ihm und weiteren Anwohnern der Strubenstraße Informationen über Baudetails fehlten. Henning Koröde erklärte dazu, dass alle Anwohner entsprechend angeschrieben worden seien. Und: „Wir sind froh, dass wir eine Firma gefunden haben, die schon mit dem Bau anfangen konnte. Im Herbst 2019 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.“

Zu den Straßen im Außenbereich sagte Koröde, dass drei Wege mit finanzieller Unterstützung der Jagdgenossenschaft ausgebaut werden. Die Fertigstellung der beiden Sandwege in der Hämelheide sei für den Sommer vorgesehen. Die Asphaltierung des Wirtschaftswegs in Verlängerung des Schulbuswegs sei bereits fertig, der Seitenraum müsse noch angeglichen werden. Der Endausbau des Holunderwegs, erklärte Koröde weiter, beginne im Frühjahr 2019 und solle bis zum Sommer abgeschlossen sein. Vorab seien aber die dortigen Schlaglöcher schon ausgebessert worden – desgleichen am Schlehenweg, der erst nach dem Holunderweg in Angriff genommen werde, um zu vermeiden, dass Baufahrzeuge über die neue Straße fahren.

An der Straße „Im Dorfe“ seien die Mängel im Schmutzwasserkanal mittlerweile behoben worden. Die Schlussrechnung für die bereits 2017 begonnene Maßnahme enthalte 17 000 Euro für den Straßenbau und sei auf 2018 übertragen worden. Eine Neuveranschlagung müsse in Erwägung gezogen werden, ebenso eine Verpflichtungsermächtigung für den vorzubereitenden Endausbau bis 2020. Der Auftrag für die Straßenbeleuchtung sei vergeben worden. Im Zuge der Erweiterung des Baugebiets „Vehrenkamp“, sagte Koröde, befinde sich der Wegezweckverband mitten in den Planungen für die Abwasserbeseitigung. Der Kostenanschlag für den Bau der Planstraßen A und B belaufe sich auf 270  000 Euro.

Veranschlagte Kosten erhöhen sich

Am Spreet sei die mit Sickerrohren vorgesehene Entwässerung vom Landkreis abgelehnt worden. Das Wasser müsse vor Verrieselung gefiltert werden. Auch sei der Seitenraum für eine Muldenentwässerung zu schmal. Zusätzliche Baumaßnahmen für Entwässerung und Bodenentsorgung, für die Verlegung eines Leerrohrs verursachen laut Henning Koröde – ebenso wie Preissteigerungen im Baugewerbe – eine Erhöhung des Kostenansatzes von 280 000 auf 430 000 Euro. Aus den gleichen Ursachen wie am Spreet ergebe sich auch an der Laubaner Straße eine Erhöhung der veranschlagten Kosten von 360 000 auf 490 000 Euro.

Entwässerungsprobleme gibt es an der Straße „Im Weidehof“. Darauf hatte während der Einwohnerfragestunde auch ein Anwohner hingewiesen. Henning Koröde: „Die Wichtigkeit der dort erforderlichen Maßnahmen ist uns bewusst.“ Die Untersuchung des Schmutzwasserkanals laufe. Bäume sollen erhalten bleiben, und mit einer Investitionssumme von 90 000 Euro sei vorgesehen: die Erneuerung des Regenwasserkanals, die Neupflasterung des Parkplatzes, um mehr Raum für Bäume zu schaffen, die Beseitigung der Asphaltaufbrüche und der Einsatz eines Saugbaggers, um die Wurzeln zu erhalten. „Diese Maßnahmen müssen wir in den Haushalt aufnehmen“, betonte Ausschussvorsitzender Grobrügge.

Für Rollstuhlfahrer soll eine barrierefreie Überquerung der Granitsteinstreifen geschaffen werden – als Winteraufgabe für die Firma Messenbrink. Umfangreiche Pflanzmaßnahmen sind für die Grünanlagen an der Bahnhofstraße, von der Bundesstraße 215 bis zum Kreisel, vorgesehen. Der Kostenaufwand belaufe sich auf 7 000 Euro für Bodenaufbereitung und Pflanzen; für die Pflege seien jährlich 5 000 Euro einzuplanen.

Das Pflaster an der Bahnhofstraße vor dem Altenheim werde noch vor Weihnachten fertig. Die Straßenbeleuchtung wird am Holunderweg ausgetauscht und am Schlehenweg ergänzt. Für die Straßenbeleuchtung „Im Dorfe“ und am Sanddornweg sowie für die Haltestellenbeleuchtung wurde der Auftrag erteilt. J hfr

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © dpa

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