Bauarbeiten am St. Martins-Gemeindehaus in Nienburg beginnen

An der Kirchplatz-Baugrube tut sich was

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Ortstermin: Am Freitag trafen sich Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes, die Kirchenvorstände Jürgen Callis und Gerhard Neuenfeldt, Architektin Karin Indra-Hoffmann, Superintendent Martin Lechler und Bauingenieur Jörg Holzmann an der Baustelle des zukünftigen St. Martin-Gemeindehauses (v.l.).

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Dort, wo der alte Kirchenkontor in Nienburg stand – zwischen St. Martinskirche und Rathaus – klafft seit einiger Zeit eine Baugrube.

„Eigentlich wollten wir schon ein viertel Jahr weiter sein“, erklärt Jürgen Callies, Kirchenvorstand und Bauausschussvorsitzender, mit einem Blick auf den Bauzaun und das dahinter liegende Loch. „Wir befinden uns sogar noch vor dem Anfang“, ergänzt Architektin Karin Indra-Hoffmann. Schuld an der Verzögerung ist die Baugrube. Die war nämlich nicht geplant.

Untersuchungen nach dem Teilabriss des alten Kirchenkontors hatten überraschend ergeben, dass der Baugrund für den Neubau des Gemeindehauses an selber Stelle nicht tragfähig genug ist. Also musste das alte Erdreich raus. Nun kommt es wieder hinein und wird dabei entsprechend verdichtet. Dieser Aufwand hat nicht nur den Terminplan für den Bau des Gemeindehauses ausgebremst, er hat auch die Kosten von geplanten 1,2 auf 1,4 Millionen Euro klettern lassen. Vorgesehener Einzugstermin ist der kommende Sommer.

Das neue Gemeindehaus: Im Vordergrund ist der Ostgiebel zu sehen, der ein Fenster mit Blick auf die St. Martinskirche in Kreuzform erhält.

Optisch passt sich der Neubau harmonisch an den noch stehenden Teil des Kirchenkontors an. „Von außen wird man keinen Unterschied erkennen. Aber von innen haben wie dann einen Neubau, der energetisch und technisch auf dem neusten Stand ist“, erklärt Indra-Hoffmann. Denkmalschutzauflagen hatten bestimmt, dass ein Drittel des alten Gebäudes stehen bleiben musste. An das wird sich der neue Gebäudeteil ansatzlos anschließen. Auch der alte Teil wird selbstverständlich vollständig saniert. „Man sieht später nicht, welches der Neubau ist. Für den Laien sieht es aus, wie vorher“, versichert die Architektin. Kein Wunder: Schließlich wird das originale Fachwerk eins zu eins wieder aufgebaut. Es hat dann allerdings nur noch eine optische Funktion. Lediglich der vom Kirchplatz nicht zu sehende Ostgiebel darf frei gestaltet werden. Dort plant die Kirche ein Fenster in Kreuzform, durch das man vom Gemeindesaal direkt auf die St. Martinskirche blickt.

Das zukünftige Gemeindehaus hat eine Fläche von insgesamt 385 Quadratmetern. Neben dem Kirchenbüro, der Friedhofsverwaltung und einem Archiv im alten Teil bietet der Neubau die Möglichkeit, je nach Bedarf verschieden große Gruppenräume einzurichten. Durch mobile Trennwände entstehen maximal vier Gruppenräume. Im großen Saal finden maximal 100 Personen Platz.

Eine logistische Herausforderung für die Bauplanung ist die außergewöhnliche Lage am Kirchplatz. Während der Markttage ist die Baustelle mit dem Lkw nicht zu erreichen und während der großen Feste ruhen die Arbeiten ebenfalls. Es ist sogar geplant, während des Scheibenschießens, des Altstadtfestes und des Adventszaubers den Bauzaun so weit, wie möglich zurück zu setzen.

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