Brücke bis September fertig

Südring-Baustelle: Es geht voran

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An der Schalung für die Meerbach-Brücke werden noch letzte Baumaßnahmen durchgeführt. Die Betonage folgt Mitte Juni.

Nienburg -  Sogar drei Wochen vor dem Bauzeitplan – Die noch fehlende Brücke über dem Steinhuder Meerbach an der Südring-Baustelle nimmt langsam Form an.

„Es geht gut voran“, sagt der bei der Stadt beschäftigte verantwortliche Ingenieur Michael Pohl. „Die Fertigstellung der Brücke zum 1. September packen wir.“ Ein Großteil derSchalung, die nach der folgenden Aufbetonierung wieder entfernt wird, stehe bereits. Die betonierte Fläche wird anschließend noch abgesenkt und liegt dann genau auf dem Brückenbauwerk auf. In den nächsten Schritten folgen dann die Bewehrung zur Verstärkung und Maßnahmen um die Tragfähigkeit zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit dem Tiefbauunternehmen „Becker“ laufe ebenfalls gut, sagt Pohl. Nachdem aufgrund von Unstimmigkeiten mit der anfangs beauftragten Firma „Kemna Bau Andreae“ der laufende Bauvertrag gekündigt worden war, ist jetzt das Unternehmen aus dem Emsland am Zug. Die Kommunikation zwischen Stadt und Bauunternehmen sei sehr gut, sagt Pohl. Auch Vandalismus-Vorfälle und Diebstähle innerhalb der Baustelle seien seit der Übernahme des Projekts durch „Becker“ nicht mehr vorgekommen. Lediglich der Ausfall eines Krans sorgte bisher für eine Woche Stillstand, doch trotzdem sei der Brückenbau noch gut im Bauzeitplan.

Rund 40 bis 50 Tonnen Stahl werden bei der Brückenkonstruktion verarbeitet.

Der geplante Fertigstellungstermin im Oktober für das gesamte Projekt sei ebenfalls realistisch.

Lediglich der Radweg, für den aktuell noch ein Förderantrag läuft und der zukünftig unter der neuen Brücke durchführt, wird erst Mitte des kommenden Jahres fertiggestellt.

Der Verkehr muss sich erst einspielen 

Auch die Kostenentwicklung des Gesamtprojekts sei derzeit unverändert. Nach aktuellem Stand bleibe es bei den veranschlagten 18 Millionen Euro, in denen auch schon Sondermaßnahmen, wie das Regenrückhaltebecken und die Flurbereinigung mit inbegriffen sind.

Besonders für die Anwohner der Hannoverschen Straße und des Berliner Rings wird die Süd-Umgehung eine Erleichterung bringen, sagt Pohl überzeugt. Der Fernverkehr, speziell die Lkw, soll dann mit Hilfe einer entsprechenden Beschilderung auf die neue Gemeindestraße gelotst werden.

Dass sich der Verkehr dann erst einspielen muss und nicht alle direkt die neue Straße benutzen werden, ist Pohl bewusst. „Der Mensch ist nunmal ein Gewohnheitstier und wenn man jahrelang eine bestimmte Strecke fährt, weicht man ungern davon ab. Ich bin jedoch positiv, dass nach ein, zwei Jahren hier der Verkehr ganz routinemäßigrollen wird“, sagt der Ingenieur.

Mit 70 Stundenkilometer dürfen dann zukünftig die Autos über den neuen Südring fahren. An den Abbiegestraßen müsse natürlich das Tempo entsprechend gedrosselt werden, hier fände noch eine Abstimmung mit der Verkehrsbehörde statt, erklärt Pohl.

„Wir haben auch hier an der Baustelle immer wieder neugierige Zuschauer und offensichtlich viele Bauexperten, die ihre wertvollen Tipps nicht vorenthalten“, sagt Pohl schmunzelnd.

Er freue sich sehr auf die Fertigstellung des Projekts. „Besonders mit der abschließenden Bepflanzung wird das hier ein tolles Gebiet werden.“

jst

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