Aufstellungsbeschluss nun für das kommende Jahr geplant

Nienburger Segelwiesen: Bebauung noch nicht in Sicht

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Hinter dem Bärenfallgraben erstreckt sich die zehn Hektar große Fläche, die noch landwirtschaftlich genutzt wird.

Nienburg - von Leif Rullhusen. Die Bebauung der Segelwiesen in Nienburg verzögert sich weiter. Bereits seit 25 Jahren diskutieren Politik und Verwaltung über das Gebiet zwischen Steinhuder Meerbach und Bärenfallgraben.

Landwirtschaftlich genutzte Flächen prägen das Gebiet zwischen Steinhuder Meerbach und Bärenfallgraben in Nienburg. Und das wird sich so bald nicht ändern. Die vor einem Jahr von der Stadt erneut angeschobenen Pläne zur Bebauung der Segelwiesen in Nienburg stocken schon wieder.

Bauleitverfahren verzögert sich

Dabei sah es im Frühjahr so aus, als käme nach jahrelangem Stillstand Bewegung in die Erschließung des zehn Hektar großen Areals. Noch im Februar war die Stadtverwaltung sogar optimistisch, das Bauleitverfahren bis Ende dieses Jahres abgeschlossen zu haben. „Das schaffen wir nicht“, berichtet Claas Bigos, Leiter des Sachgebietes Stadtplanung und Umwelt jetzt auf Blickpunkt-Nachfrage.

Seit neun Monaten Stillstand in den politischen Gremien

Im kommenden Jahr will die Stadtverwaltung den Aufstellungsbeschluss in die politische Beratung bringen. Das bedeutet: In den vergangenen neun Monaten hat sich auf dem Weg durch die politischen Gremien nichts bewegt. Dieser Schritt stand bereits Ende Februar auf der Agenda.Letzter Gegenstand der politischen Beratung war die Vergebung der Straßennamen. Die im März von der Verwaltung gemachten Vorschläge lehnte der Bauausschuss ab. Derzeit wartet die Stadt auf neue Ideen seitens der politischen Parteien.

Der südliche Teil der Segelwiesen soll bebaut werden, der nördliche wird Ausgleichs- und Retentionsfläche.

Kompliziertes Umlegungsverfahren und aufwendiger Hochwasserschutz

Nach ursprünglichen Plänen wäre das Areal schon längst bebaut. Vor 25 Jahren beriet Nienburgs Politik erstmals über einen Bebauungsplan der Segelwiesen. Ein aufwendiges Umlegungsverfahren und komplizierter Hochwasserschutz waren einige der Gründe, die die Bebauung immer wieder verzögerten. Derzeit sind es personelle Engpässe in Nienburgs Stadtverwaltung. Das Umlegungsverfahren ist ebenfalls noch nicht abgeschlossen.

Einfamilien-, Reihen- sowie Mehrfamilienhäuser sind geplant

Sollten die Segelwiesen tatsächlich irgendwann bebaut werden, sind sie das größte innenstadtnahe Baugebiet. Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen auf dem südlichen Teil der Fläche Einfamilien-, Reihen- sowie Mehrfamilienhäuser entstehen. In den Mehrfamilienhäusern soll sozialer Wohnungsbau ermöglicht werden. Der nördliche Teil dient als ökologische Ausgleichsfläche. Zudem entstehen dort Rententionsbecken für Hochwasser. Aufgrund ihrer Lage zwischen Meerbach und Bärenfallgraben spielt Hochwasser bei der Bebauung der Segelwiesen eine große Rolle. So wird das zur Bebauung vorgesehene Gelände mit dem Aushub aus den Retentionsbecken aus diesem Grund angehoben.

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