Bernd Surholt interpretiert Wilhelm Buschs Werke in der Martinskirche

Mit Gesten und Grimassen

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Bernd Surholt in Aktion.

Hoya - Von Charlotte Reinhard. Nicht nur der frommen Helene, auch vielen andere Figuren aus den Gedichten des Dichters Wilhelm Busch (1832-1908) hauchte der Schauspieler Bernd Surholt vor Kurzem bei der Theaterreise „Helene in Szene“ im Kulturzentrum Martinskirche in Hoya wieder Leben ein.

Fast gänzlich ohne Hilfsmittel oder Verkleidungen trug Surholt Auszüge aus Buschs Gedichten vor. Er begann, passend zum Ambiente der Martinskirche, mit dem „Heiligen Antonio aus Padua“. Mit einem an klerikale Gesänge erinnernden Singsang stimmte Surholt auf das Gedicht ein. Dann erzählte er, Grimassen ziehend und gestenreich, die Lebensgeschichte des heiligen Antonius, der allen Versuchungen des Teufels widersteht, um schließlich zusammen mit einem Wildschwein, seinem besten Freund, ins Himmelreich einzuziehen. Buschs antiklerikale Haltung wird nicht nur in dem Zitat der Muttergottes offenbart: „Gehet ein in Frieden! Hier wird kein Freund vom Freund geschieden. Es kommt so manches Schaf herein. Warum nicht auch ein braves Schwein?“

Weiter ging es mit der frommen Helene, die vielen Versuchungen des Lebens nicht widersteht und in der Hölle endet – gemeinsam mit ihren Geliebten Franz.

Nach einer Pause setzte Surholt weitere Geschichten von Wilhelm Busch in Szene – zum Teil auch pantomimisch. Zwischendurch gab Surholt die eine oder andere Anekdote zur Veröffentlichungsgeschichte von Buschs Werken zum Besten – zum Beispiel, dass „Der heilige Antonio aus Padua“ in Bayern und Österreich zuerst verboten wurde und dass die Geschichte dort erst 30 Jahre später als in allen anderen Ländern veröffentlicht wurde.

Die Theaterreise endete mit dem bekannten Busch-Zitat „Ratsch – man zieht den Vorhang zu!“.

Quelle: kreiszeitung.de

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