Kleinkunstdiele Bücken startet mit „On Impulse“ und Deborah Carter ins neue Jahr

Das Beste kommt zum Auftakt

Auftaktkonzert des Jahres in der Kleinkunstdiele Bücken mit „On Impulse“ (von links): Coen Molenaar, Deborah Carter, Udo Pannekeet und Sebastiaan Cornelissen. J Foto: Horst Friedrichs

Bücken - Von Horst Friedrichs. Alle Wege führen nach Bücken – wenn musikalische Leckerbissen locken: Die Kleinkunstdiele gehört zu den ersten Adressen für anspruchsvolle Klänge, und das nun schon seit zehn Jahren. Klar, dass das ein Grund zum Feiern ist – mit einem Jahresprogramm voller „Jubiläums-Paukenschläge“.

Dielen-Inhaber Peter Klein hat die Highlights längst zusammengestellt, und es verstand sich fast von selbst, dass zum Auftakt ein stets umjubelter guter Bekannter geladen wurde: Sebastiaan Cornelissen, Ausnahme-Drummer aus Holland, kam zum Konzertabend am Sonnabend mit seiner Band „On Impulse“. Nicht allein. Gekrönt wurde das erste „Jubiläumskonzert“ mit der amerikanischen Sängerin Deborah Carter. Dem Publikum ihres vierten Auftritts in Bücken lieferte sie sogleich einen Beweis: „Ich kann das Wort ,Kleinkunstdiele’ jetzt richtig aussprechen.“

Was die Zahl der Auftritte in der Kleinkunstdiele angeht, wurde Deborah Carter am Sonnabend sogar noch von „On Impulse“ überboten. Die Musiker aus den Niederlanden spielten bereits zum fünften Mal für den Kulturverein Kleinkunstdiele, und das ausverkaufte Haus zeigte, dass die musikalische Anziehungskraft des Trios um keinen Deut nachgelassen hat.

„,On Impulse‘ ist fast schon eine Hausband für uns“, resümierte Peter Klein denn auch in seiner Begrüßung. „Sie haben das Jahr 2016 mit einem Konzert bei uns beendet, und nun eröffnen sie das ,Jubiläumsjahr‘ 2017. Immer wenn Sebastiaan Cornelissen und seine Freunde in Bücken sind, weil seine Eltern hier wohnen, spielen sie bei uns.“

Musikalische Abenteuer mit Deborah Carter und „On Impulse“ hatte Peter Klein den Konzertbesuchern in der Ankündigung versprochen. Und überhaupt solle das besondere Programm zum zehnjährigen Bestehen wahre Klangfeuerwerke in der Kleinkunstdiele zünden.

Dass Sängerin und Musiker am Samstagabend diesen Vorschusslorbeeren gerecht werden würden, hatte wohl niemand bezweifelt. Was sich dann aber bereits vom ersten Ton an entwickelte, überstieg die Erwartungen mit vokalen und instrumentalen Höhenflügen bis in atemberaubende Klangsphären. Das versprochene Feuerwerk geriet zur musikalischen Hochspannung, die sich im Donner des Beifalls entlud.

Deborah Carter, die sich mit brandneuen Duke-Ellington-Interpretationen in ihrem Album „Diggin’ the Duke“ erneut einen wohlklingenden Namen in der internationalen Jazzszene gemacht hat, vermochte ihrem Bücker Publikum einmal mehr jenes stimmliche Feeling zu vermitteln, das ihr immer wieder höchstes Lob von den Jazzkritikern der Welt einbringt.

Das Fundament des konzertanten Hochgenusses lieferte wieder einmal Drummer Sebastiaan Cornelissen, ein Absolvent des Konservatoriums Amsterdam, mit Grooves von unvergleichlich hoher Energie, zugleich vielgepriesener Motor der Band.

Zum ersten Mal in Bücken dabei war Bassist Udo Pannekeet, der an derselben Hochschule studierte wie Cornelissen. Augenfällig der sechssaitige E-Bass, den Pannekeet bediente und dabei Virtuosität von Ausnahmequalität präsentierte.

Coen Molenaar, Hochspannungs-Virtuose auf seinen Tasteninstrumenten von Klavier bis Orgel, studierte am Konservatorium Utrecht. In Bücken sorgte er am Sonnabend gemeinsam mit Deborah Carter und seinen Kollegen von „On Impulse“ für einen „Jubiläumsauftakt“, der das Publikum restlos begeisterte.

Quelle: kreiszeitung.de

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