Der nächste Schritt

Zu Besuch im Studio: „Meilentaucher“ nehmen ihr erstes Album auf

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Julian Marz, Hendrik Schumacher, Sebastian Mayer und Jannis Klettke arbeiten gerade an ihrem ersten Studioalbum.

Nienburg/Hoya - Von Max Brinkmann. Freitagnachmittag, Anfang September, 16 Uhr: Vor einer Stunde hat die Hoyaer Band „Meilentaucher“ das Musikvideo zum Song „Was hier passiert“ veröffentlicht. Die Mitglieder freuen sich über jeden, der den Link auf Instagram und Facebook teilt. Gleichzeitig arbeitet die Band bereits am „nächsten großen Schritt“: dem ersten Studioalbum.

Dafür sitzen sie an diesem Freitagnachmittag im Horizont Studio von Erik Regul in Nienburg. „Wir werden wahrscheinlich das ganze Wochenende hier verbringen“, freut sich Schlagzeuger Julian Marz. Es ist die zweite Studiophase für das Album.

Im Horizont Studio nimmt die Band seit 2017 auf. „Damals waren wir auf der Suche nach einem Studio“, erinnert sich Sänger Hendrik Schumacher: „Nienburg ist der perfekte Ort, da wir alle in Hoya oder Hannover wohnen.“ Seitdem hat die Band zum Beispiel ihre Single „Wir alle sind Künstler“ bei Regul aufgenommen. „Hier gibt es einfach viel mehr Möglichkeiten als bei uns im Proberaum“, sagt Schumacher.

„Die Jungs kommen hier mit fertigen Songkonzepten und Proberaum-Aufnahmen an“, beschreibt Regul die Arbeit: „Dann werden die Instrumente Stück für Stück aufgenommen.“ Außerdem werden die Songs im Studio noch weiter verfeinert – manchmal wird auch etwas komplett umgeworfen und neugemacht.

„Gerade haben wir sechs Songs mehr oder weniger fertig, die nehmen wir jetzt auf“, berichtet Marz. Das Album sei zu 50 Prozent fertig. Die Songs entstehen ohne Druck. Wenn irgendwer eine Idee für einen Text oder eine Melodie hat, wird sie aufgeschrieben, erzählen die Bandmitglieder. Gemeinsam wird die Idee dann im Proberaum in Hoya ausgearbeitet.

Julian Marz spielt im Studio das Schlagzeug ein. Erik Regul und Hendrik Schumacher beobachten ihn dabei.

Dort bereiten sich Meilentaucher auch auf ihre Auftritte vor, die sich in den vergangenen Jahren immer vergrößert haben. Mittlerweile sind sie nicht mehr nur im Landkreis, sondern im gesamten norddeutschen Raum unterwegs – auch im Europa Park haben sie schon gespielt. Ihr nächstes Konzert ist am 16. November auf dem „Hallo Verden!“-Festival.

„Gerade spielt Julian die Schlagzeugspuren ein. Mal sehen wie viele Songs wir heute schaffen“, sagt Regul. Danach kommen dann der Bass, die Gitarren und zum Schluss der Gesang. In den nächsten Monaten soll weiterhin konstant am Album gearbeitet werden.

„Wenn wir genug Songs zusammen haben, schauen wir in welche Richtung die Musik geht und wovon die Lieder handeln. Vielleicht finden wir ein Oberthema und daraus könnte sich dann der Albumtitel ergeben“, erzählt Schumacher.

Veröffentlichung im nächsten Jahr

Bisher wurden „Meilentaucher“ bei ihren Veröffentlichungen vom Label „7us“ unterstützt. Der Kontakt kam über den Nienburger Liedermacher Frank Wesemann zustande. Wenn das neue Album fertig ist, wollen die vier Jungs schauen, ob sie wieder ein Label finden.

„Vielleicht haben wir Glück und werden von den großen Radiosendern gespielt“, hofft Marz. Die Band sei ein guter Ausgleich zu ihren Jobs beziehungsweise zum Studentenalltag, sind sich Schumacher und Marz einig: „Wir wollen die Band so lange es geht aufrechterhalten. ,Meilentaucher´ spielt eine große Rolle in unserem Leben, deshalb ist nach dem Abitur auch niemand weiter weggezogen.“

Die nächste Phase der Bandgeschichte ist also eingeläutet. Das Album soll 2020 veröffentlicht werden. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann „Meilentaucher“ auf Facebook und Instagram folgen. Alle Infos gibt es auch auf ihrer Website.

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