1200 Tonnen schweres Fundament aus Stahlbetonpfählen entsteht aktuell

150 Betonstelzen für Nienburgs neues Kinocenter

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Etwa drei Wochen dauern die Pfahlgründungsarbeiten. 

Nienburg - Von Leif Rullhusen. Schweres Gerät perforiert seit zwei Tagen das Erdreich am Nienburger Hafen. Diese Pfahlgründungsarbeiten bilden das Fundament für Nienburgs neues Kinocenter.

Ein kettengetriebenes Spezialfahrzeug wird in den kommenden drei Wochen rund 150 Löcher bohren – jedes mindestens sieben bis acht Meter tief. Anschließend werden die Löcher mit Stahlbeton gefüllt. Rund drei Kubikmeter beziehungsweise acht Tonnen schluckt jedes Einzelne. Insgesamt ruht die Bodenplatte des Kinos später einmal also auf zusammen rund 1200 Tonnen schweren Stelzen. „Wenn das Wetter mitspielt, können wir die Bodenplatte noch vor Weihnachten gießen“, ist Architekt Dietrich Machtemes angesichts der derzeit zügig voranschreitenden Arbeiten an dem Kinoneubau optimistisch.

Rund 150 Mal gräbt sich der massive Bohrer ins Erdreich.

Bis zum Baubeginn hatte das Projekt die Geduldsfäden von Investor und Betreiber Holger Glandorf allerdings reichlich strapaziert.Insbesondere der komplizierte Grundstückstausch zwischen der Stadt Nienburg und dem Wasser- und Schifffahrtsamt war immens zeitaufwendig. Ursprünglich gehörte das Baugrundstück dem Wasser- und Schifffahrtsamt. Die Stadt stellte der Behörde ein Ausgleichsgrundstück am westlichen Weserufer als Tausch zur Verfügung. Insbesondere die Wertermittlung der unterschiedlich großen und genutzten Areale führten zu einem monatelangen Marathon durch die verschiedensten behördlichen Instanzen. Mit rund einem Jahr Verzögerung rückte in diesem Monat der erste Bagger an. Nun sind allerdings sämtliche Stolpersteine beseitigt. Auch Denkmalpfleger und Kampfmittelbeseitigungsdienst haben inzwischen grünes Licht gegeben. Die einzige unbekannte Variable ist jetzt noch das Wetter.

Nach der Fertigstellung wird das Kinocenter unter seinem Dach sieben Säle, darunter ein sogenanntes Sofakino, mit Platz für insgesamt 765 Besucher vereinen. Auch eine große Cafeteria mit Freisitz ist im Eingangsbereich geplant.

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