Wohungsbrand in Bücken / Rund 120 Brandschützer im Einsatz

Bewohner rettet sich ins Freie

Schon beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlagen die Flammen aus dem Gebäude. Foto: Marion Thiermann

Bücken – In Bücken ist es am Montagabend zum Brand einer Wohnung gekommen. Der Mieter konnte sich selbst in Freie retten. Das Feuer ereignete sich laut Angaben der Polizei an der Straße Am Markt in Bücken. Insgesamt wurden rund 120 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren zum Brand in dem Mehrfamilienhaus, in dem sich auch eine Geschäftsräumlichkeit befindet, gerufen.

Umfangreicher Sachschaden

Der einzige Mieter der brandbetroffenen Wohnung, ein 54-jähriger Mann, habe sich selbstständig ins Freie retten können, wurde laut der Polizei jedoch mit Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. An der betroffenen Wohnung, die sich in einem Anbau befand, entstand ein umfassender Sachschaden. Zusätzlich mussten Feuerwehrkräfte Türen einer angrenzenden Wohnung öffnen, heißt es weiter.

Hinweise zu Brandursache und Schadenshöhe lagen gestern noch nicht vor, die Ermittlungsarbeiten der Polizei dauern noch an. Die angrenzende Landesstraße 352 war während des Einsatzes voll gesperrt, heißt es weiter. Ebenso waren die Straßen Am Markt sowie Bäckerstraße für den Zeitraum der Löscharbeiten nicht befahrbar.

Im Einsatz seien laut Marion Thiermann, Feuerwehrpressewartin der Samtgemeinde Grafschaft Hoya, zunächst unter dem Stichwort „Zimmerbrand“ nur die ehrenamtlichen Brandschützer aus Bücken und Duddenhausen sowie die Polizei und der Arbeiter-Samariter-Bund aus Hoya gewesen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus der Wohnung im Anbau des Mehrparteienhauses. „Deshalb wurde die Alarmstufe auf ,Gebäudebrand’ erhöht und rief zusätzlich die Ortswehren Helzendorf-Nordholz, Warpe-Windhorst, Schweringen, Hoya und Hassel, die Einsatzleitung Ort sowie die Drehleiter der Stadt Nienburg, und zum Schutz der Atemschutzgeräteträger, die Johanniter-Unfallhilfe auf den Plan“, schildert Thiermann weiter.

Löscharbeiten dauern mehrere Stunden

In zwei Abschnitte unterteilt, wurde der Brand unter der Leitung von Bückens Ortsbrandmeister Jan Schumacher vom vorderen und rückwärtigen Teil des Gebäudes unter Atemschutz mit mehreren Strahlrohren bekämpft. Der eigentliche Wohnungsbrand sei schnell unter Kontrolle gewesen, „Schwierigkeiten bereiteten die Glutnester in der Zwischendecke des sehr massiv gebauten Flachdachs“, erklärt Thiermann weiter. Dieses sei dann unter Atemschutz von Sägescheininhabern mit Motor- und Rettungssägen geöffnet worden. Die Nachlöscharbeiten dauerten noch bis in die Nacht an.

Quelle: kreiszeitung.de

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