Gebäude am Meerbachbogen sollen im April 2022 fertig werden

Bezahlbarer Wohnraum für Nienburg

Die Investoren Frank Brümmer (l.) und Uwe Heilmann stehen auf der Baustelle.
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Die Investoren Frank Brümmer (l.) und Uwe Heilmann freuen sich auf April 2022, dann wird der Neubau vermutlich fertiggestellt.

Am Nienburger Meerbachbogen entstehen 24 barrierefreie Appartments. Bezugsfertig sollen sie in einem Jahr sein.

Nienburg - von Janna Silinger. Bezahlbarer Wohnraum für Nienburg, das ist im Grunde die Idee, mit der die Investoren Uwe Heilmann und Frank Brümmer sich derzeit auf ihr Projekt am Meerbachbogen stürzen. 2015 noch hatten die beiden mal den Plan, aus der insgesamt 3824 Quadratkilometer großen Fläche östlich des Busbahnhofes eine Freizeitimmobilie zu machen. Diese Pläne haben sie dann aber zügig verworfen, als ihnen der Bedarf an kleinen Wohneinheiten im Nienburger Stadtkern bekannt wurde. „Da war dann erst noch das Problem, dass der Bebauungsplan keine Wohnbebauung vorsah“, erinnert sich Heilmann heute.

Nachweis zur Kampfmittelfreiheit sorgte für Verzögerung

Nach einem langen, bürokratischen Hin und Her konnte der B-plan 2019 letztlich geändert und damit die konkrete Planung für die Fläche vorangetrieben werden. Im März 2020 wurde die Baugenehmigung erteilt, eine kleine Verzögerung verursachte dann nur noch der Nachweis zur Kampfmittelfreiheit. „Schließlich ist das mal ein Kasernengelände gewesen. Wenn man dann aus Versehen beim Bauen auf eine Handgranate trifft, fliegt einem alles um die Ohren“, sagt Brümmer lächelnd. Deshalb war es schon besser, auf Nummer sicher zu gehen. „Am Ende spekulieren wir bei der Fertigstellung auf April im kommenden Jahr.“

360 Quadratmeter Gewerbefläche

Im unteren Gebäudebereich sollen zwei je 360 Quadratmeter große Flächen für Gewerbe entstehen. „Natürlich kein produzierendes Gewerbe, sowas wie Praxen für Freiberufler vielleicht“, erläutert Heilmann. Es gebe schon Interessenten, festgelegt haben er und Brümmer sich aber noch nicht. Die Etage lasse sich in zwei oder vier Einheiten aufteilen, die zukünftigen Mieter könnten darauf auch konkret Einfluss nehmen, erläutern die Investoren.

Appartments zwischen 27 und 54 Quadratmetern

Im ersten und zweiten Obergeschoss sollen insgesamt 24 barrierefreie Appartements zwischen 27 und 54 Quadratmetern entstehen. „Jede einzelne Wohnung hat einen Balkon“, sagt Brümmer zufrieden, die meisten in Richtung Süden. Vier der Einheiten sollen außerdem rollstuhlgerecht gestaltet werden. Insgesamt sind alle Appartements barrierefrei und über einen Fahrstuhl erreichbar. „Wir überlegen auch, ob Küchen vielleicht mit dabei sind, und ein paar Einbauschränke“, gehen Heilmann und Brümmer weiter ins Detail.

Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen und in den oberen Etagen kleine Wohneinheiten geplant.

Mieten sollen relativ gering ausfallen

Grund dafür ist die vermutlich kurze Nutzungszeit, die die Mieter haben. „Wir gehen davon aus, dass die im Schnitt drei bis vier Jahre bleiben“, erläutert Heilmann. Denn die beiden Investoren haben ihr Augenmerk auf Polizeischüler, Auszubildende im Krankenhaus, Singles oder Arbeitnehmer mit doppelter Haushaltsführung gelegt. Vor diesem Hintergrund sei den beiden auch wichtig, dass die Mieten relativ gering ausfallen. „Wir gehen von rund 500 Euro kalt aus“, sagt Heilmann. Aber genau könnten die zwei sich derzeit nicht festlegen. Die Preise hänge auch ein wenig von der Nachfrage ab, die noch nicht genau absehbar ist. Zu betonen sei aber, dass die Nebenkosten vermutlich recht gering ausfallen. „Das Objekt soll den KfW 55 Standard erfüllen“, sagt Brümmer. Es werde entsprechend gut isoliert bei sehr moderner Haustechnik, Photovoltaikanlagen, die auf dem Dach angebracht werden und Wärmepumpen. „So können die Mieter ihre eigenen Nebenkosten so gering wie möglich halten.“

Optimale Lage

Zu guter letzt sei auch die Lage des Neubaus optimal, finden die zwei Investoren. Denn der Busbahnhof befindet sich direkt nebenan, die Polizeischule und das Krankenhaus um die Ecke, Einkaufsmöglichkeiten und die Innenstadt in unmittelbarer Nähe, es gibt einen großen Parkplatz und auf dem Gelände seien Kapazitäten für ein kleines Nebengebäude, wo beispielsweise Fahrräder untergestellt werden können. Dort sind auch Ladesäulen für Elektrofahrzeuge geplant, fügt Brümmer hinzu. In jedem Fall zeigen sich Frank Brümmer und Uwe Heilmann optimistisch. Das Projekt laufe gut an und biete Wohnraum, der in Nienburg dringend gesucht wird. Das zeige sich deutlich am bereits bestehenden Interesse.

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