Ausschreibung für Nutzungskonzept noch in diesem Jahr

Bibliothek im Nienburger Posthof „nicht zukunftsfähig“

Der Posthof in Nienburg.
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Die Kleine Nienburgerin hat den Posthof genau im Blick. Seit neun Jahren stützt ihn ein Provisorium.

Die Stadt Nienburg will noch in diesem Jahr ein Nutzungskonzept für den maroden Posthof ausschreiben. Fest steht für die Verwaltung: Eine Bibliothek soll er nicht bleiben.

  • Stadtverwaltung äußert sich zu Posthof-Plänen
  • Neuer Standort für Bibliothek ist noch offen
  • Initiativkreis rührt Werbetrommel für Bürgerentscheid

Nienburg - von Leif Rullhusen. Die Wissensburg ist seit Monaten vom Tisch. Im Oktober stimmte der Nienburger Stadtrat gegen das Projekt, das Stadt- und Kreisarchiv sowie Bibliothek unter einem Dach beherbergen sollte. Seitdem kämpft der „Initiativkreis Posthof“ für einen Verbleib der Stadtbibliothek in der historischen Posthalterei sowie für eine Sanierung des maroden Bauwerks. Dafür hat sie kürzlich einen Bürgerentscheid auf den Weg gebracht.

Anforderungen an Bibliothek im Posthof nicht umsetzbar

Was wird nun aus dem Nienburger Posthof? Aus dem Rathaus war zu diesem Thema bislang kaum etwas zu hören. Jetzt äußerte sich die Stadtverwaltung schriftlich gegenüber dem Blickpunkt. „Die abschließende Entscheidung zu einem neuen Standort für die Bibliothek ist noch offen“, heißt es darin. Ein Verbleib der Bibliothek im Posthof empfehle sich mit Blick auf eine zukunftsfähige Ausrichtung der Bibliothek aber nicht. Für sie sei ein Profil erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen worden, aus dem sich Aufgaben mit konkreten Raumbedarfen ergeben würden. „Diese Anforderungen können aktuell im Posthof nicht umgesetzt werden“, schreibt die Stadtverwaltung weiter. Warum ein Anbau, wie der Initiativkreis vorschlägt, nicht in Frage kommt, bleibt offen.

Fördermittel können erst fließen, wenn Nutzung feststeht

Die Stadt will deshalb bis zum Ende dieses Jahres die Erstellung eines Nutzungskonzeptes für die ehemalige Posthalterei ausschreiben und vergeben. „Die Bereitstellung von Fördermitteln für das Nutzungskonzept und eine anschließende nutzungsorientierte Sanierung nach den Regeln der Städtebauförderung machen ein geeignetes Nutzungskonzept für einen Gemeinbedarf erforderlich“, begründet das Schreiben der Stadt diesen Schritt. Zudem sei ein neuer Standort für die Bibliothek Sanierungsvoraussetzung für den Posthof. Zusammengefasst: Fördermittel für die Sanierung können also erst fließen, wenn die zukünftige Nutzung des Posthofes und der Bibliotheksstandort geregelt sind.

Initiativkreis plant Verteilung von Flyern

Diese Vorgehensweise sei notwendig, weil die Sanierung des Posthofes eine Maßnahme im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) ist. Mit dem ISEK wurde die Stadt Nienburg ins Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ des Landes Niedersachsen aufgenommen.

Der „Initiativkreis Posthof“ rührt indessen weiter die Werbetrommel für den Bürgerentscheid. Um die gesetzliche Zahl von 2600 Unterschriften als Voraussetzung für den Bürgerentscheid möglichst schnell zu erreichen, wird der Initiativkreis Anfang Juli 15 000 Flyer auslegen sowie verteilen. Auf jedem können bis zu fünf Bürger unterschreiben.

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