Warnung 

Blaualgen im Landkreis Nienburg: Drei Seen betroffen

Landkreis Nienburg - Der Landkreis Nienburg warnt vor einem Blaualgenbefall an gleich drei Badesseen im Kreis. Betroffen sind die Badestellen Naturfreibad Eystrup, der „Hämelsee“ in Anderten und der „Alveser See“ in Eitzendorf.

Am Montag waren bei der routinemäßigen Probennahme an den Seen vermehrt Algen festgestellt worden. Das berichtet der zuständige Fachbereich Gesundheitsdienste Nähere Untersuchungen ergaben, dass sich darunter auch Blaualgen befinden.

Blaualgen bilden gesundheitsgefährdende Toxine, die in betroffenen Uferbereichen auch in hohen Konzentrationen auftreten können. Beim Schlucken von belastetem Wasser können Allergien, Schleimhautreizungen, Magen- und Darmbeschwerden hervorgerufen werden.

Blaualgen in Eystrup, Anderten und Eitzendorf

Zum Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen sind in Abstimmung zwischen dem Fachbereich Gesundheitsdienste des Landkreises und den Verantwortlichen für die Badestellen Naturfreibad Eystrup, der „Hämelsee“ in Anderten und der „Alveser See“ in Eitzendorf daher vor Ort Warnhinweistafeln aufgestellt worden. Diese informieren darüber, dass sich die Giftwirkung steigern kann, wenn an mehreren Tagen hintereinander algenhaltiges Wasser geschluckt wird.

Badende sollten daher vermeiden, Wasser zu schlucken oder sich in Bereichen mit Trübungen oder sichtbaren Schlieren aufzuhalten. Falls Beschwerden nach dem Baden auftreten sollten, zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder Quaddeln, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Gefährdet sind auch Hunde und andere warmblütige Tiere.

Warnung vor Blaualgen: Kein Badeverbot im Kreis Nienburg

Da die Möglichkeit besteht, dass sich die Blaualgen weiter ausbreiten, hat der Landkreis die Überwachungsfrequenz für den Badesee erhöht.

Entgegen anders lautender Meldungen in den sozialen Medien wurden bislang keine Badeverbote ausgesprochen.

Die Überwachung der Badeseen findet vom 15. Mai bis 15. September statt. „Hinweise von Badegästen nehmen wir gerne entgegen“, sagt Heiko Glowinski vom zuständigen Fachdienst. Das Gesundheitsamt ist erreichbar unter Tel. 05021/967-900. Einen Überblick und aktuelle Befundergebnisse können Interessierte im Badegewässeratlas unter www.badegewaesseratlas.niedersachsen.de und in der Bürger- und Info-Warn-App „BIWAPP“ einsehen.

Rubriklistenbild: © dpa

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