„Miteinander reden statt übereinander“: Landwirte laden zum Dialog ein

Ein Blick hinter die Kulissen

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Peter Herberg (links) und sein Sohn Peter laden auf ihren Bauernhof nach Eystrup ein. ·

Eystrup - Von André SteuerSind Kühe lila? Und können Schweine sprechen? Nein – das ist in dieser Region den meisten Menschen klar. Aber was macht ein Landwirt eigentlich genau? Und was steckt hinter den viel zitierten Begriffen Massentierhaltung, Gentechnik und Agrarindustrie? Ist das die bäuerliche Realität? Familie Herberg aus Eystrup stellt sich diesen und anderen Fragen und lädt ein, auf ihrem Hof einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Wer Informationen zur bäuerlichen Realität und der eines Familienbetriebs sucht sowie seine Fragen loswerden möchte, kann sich ab sofort an den Eystruper Landwirt Peter Herberg wenden.

„Oftmals wird die Landwirtschaft als unpersönlich und profitgierig dargestellt und so in ein schlechtes Licht gerückt. Das kann es doch nicht sein“, dachte sich Herberg und überlegte, wo Verbraucher Antworten auf ihre Fragen bekommen könnten. Die Lösung war schnell gefunden: „Laden wir doch einfach Interessierte zum Gespräch auf unseren Hof ein.“ Gedacht, getan: „Kommen Sie, gucken Sie und fragen. Informieren Sie sich aus erster Hand über die Landwirtschaft“, wirbt der 35-jährige Eystruper. „Wir machen kein Geheimnis aus unserer Arbeit und wollen für interessierte Menschen die größtmögliche Transparenz schaffen“, ergänzt der Agraringenieur. Er steht gemeinsam mit seinem Vater, der ebenfalls Peter heißt, als Gesprächspartner zur Verfügung. „Diese Idee des offenen Hoftors ist eine Privatinitiative“, sagt der Junior, der auch gerne den Kontakt zwischen Interessierten und anderen Landwirten aus der Region herstellt.

In privatem Rahmen wollen Herbergs bei Gesprächen Rede und Antwort stehen und ihren Gästen einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. „Unsere Arbeit brauchen wir nicht zu verstecken, denn wir erzeugen hochwertige Produkte und leisten gute Arbeit“, sagt der engagierte Landwirt.

Immer weniger Menschen hätten heute noch einen direkten Kontakt zum Bauernhof. Selbst in ländlichen Regionen wie der Samtgemeinde Grafschaft Hoya wüssten die wenigsten aus erster Hand, was ein Landwirt macht.

„Mit Herz, Hand und Verstand arbeiten die bäuerlichen Familien an einer verantwortungsvollen Lebensmittelproduktion“, sagt Herberg. „Wir legen zum Beispiel aus ökologischen, pflanzenbaulichen und betriebswirtschaftlichen Gründen sehr viel Wert darauf, unsere Flächen nicht zu überdüngen. Wir leben von und mit dem Boden sowie von unseren Tieren. Da ist uns die Pflanzen- und Tiergesundheit natürlich sehr wichtig.“

Wer einen Eindruck vom Alltag auf dem Hof gewinnen möchte oder Fragen rund um die Landwirtschaft in der hiesigen Region hat, kann sich an Familie Herberg wenden.

Für diese „Transparenz-Offensive“ gibt es keinen bestimmten Zeitraum und auch kein buntes Begleitprogramm. „Wir machen keine Show, sondern wollen unseren Alltag zeigen“, sagt Peter Herberg (Telefon 04254 /92075) und freut sich auf viele interessante Menschen und Gespräche.

Quelle: kreiszeitung.de

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