Mit neuem Konzept zurück zum Ursprung 

Ein Stück Sizilien in der Leinstraße: "La Bottega" zieht in Kaufmannsladen Dellemann

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Francesco Daidone (ganz rechts) und sein Team bringen mit authentischen Produkten und typischer italienischer Gastfreundlichkeit ein Stück Sizilien in die Leinstraße.

Nienburg - Von Janina Stosch. Bis 1994 konnte man in der Leinstraße 21 im Laden von August Dellemann Lebensmittel und die besonders bei Schülern beliebten „Matschbrötchen“ kaufen. Auch der Nienburger Francesco Daidone gehörte zu den Schülern, die nach dem Unterricht gerne zu Dellemanns gegangen sind.

Heute betreibt der mittlerweile 34-Jährige in genau diesem Gebäude in der Leinstraße seinen eigenen Feinkostladen.

Mit „La Bottega“, zu deutsch „der kleine Laden“ erfüllte sich Daidone einen schon lange gehegten Traum. „Die Idee dazu spukte mir schon ewig im Kopf herum“, sagt er, „ein kleiner italienischer Vino-Laden im Herzen von meiner Heimatstadt Nienburg.“ Der Feinkostladen, der jetzt Eröffnung feierte, bietet jedoch mehr als nur italienischen Wein.

Neben einem täglich wechselndem Mittagstisch mit zwei Menüs zur Auswahl, gibt es auch eine kleine Dauerkarte mit typisch italienisch-sizilianischen Spezialitäten. Süße, gefüllte Cornetti und herzhafte frittierte Reisbällchen oder frische belegte Paninis runden das Angebot ab. Zu Kaufen gibt es außerdem spezielle Marmeladen und Honig aus der sizilianischen Ätna-Region, sowie Käse und Wurstspezialitäten. „Ich habe mich beim Sortiment einfach auf die Sachen konzentriert, die ich selbst schon immer gern gegessen habe“, sagt der Juventus Turin-Fan.

Daidone, der hauptberuflich beim Nienburger Katalysatorenwerk von BASF arbeitet, wird tatkräftig von seinem Vater unterstützt, der stolze 40 Jahre Kocherfahrung vorzuweisen hat. Auch sein Cousin hält ihm im Laden den Rücken frei. Wie schon bei Dellemanns entsteht in der Leinstraße ein richtiger Familienbetrieb.

Bis 1994 wurde das Geschäft an der Leinstraße von August Dellemann und seiner Frau Erika betrieben. Schon damals war es ein Familienbetrieb.

Obwohl die Leinstraße aus Daidones Sicht eher als C-Lage einzuschätzen sei, seien die Mieten für die Immobilen dort im Gegensatz zur Langen Straße oder Georgstraße eben noch bezahlbar und zudem habe ihm die Geschichte des Gebäudes einfach gefallen.

„Ich mag Nienburg, hier ist meine Heimat und ich lebe sehr gerne hier“, sagt der Halb-Italiener. „Was mir jedoch fehlt, ist ein lebendiges Nachtleben.“ Die Möglichkeiten zum Ausgehen seien doch mittlerweile sehr beschränkt und die Stadt sei selbst am Wochenende abends oft wie ausgestorben. Dass die Zuschauer vom Spargellauf auch noch bis in die Abendstunden, über die eigentliche Öffnungszeit hinweg, den ein oder anderen Wein im „La Bottega“ genossen haben, habe ihn deswegen sehr gefreut. „Die Öffnungszeiten sind also noch nicht endgültig festgelegt, je nach Nachfrage werden wir diese dann anpassen.“

Der damalige Tante-Emma Laden ist noch vielen Nienburgern in Erinnerung.

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