Brauchtum vermischt sich beim Singen

Für Martin oder für Martini?

LANDKREIS - Von Nikias Schmidetzki. Sie ziehen wieder los. In kleinen Gruppen, Verzweifelte sogar allein. Manche kommen mit am Gartenzaun wartenden Eltern, und das Ziel ist klar: Ob Schokolade, Bonbons, Fruchtgummi oder Gebäck – sie wollen Süßigkeiten.

Zogen noch vor wenigen Tagen einige Kinder zu Halloween durch die Straßen, sind es zum „Martinssingen“ ungleich mehr. Noch ist der Brauch in der hiesigen Gegend populärer. Uneinigkeit oder Unsicherheit herrscht indes beim Hintergrund und entsprechend dem Datum.

Das im Ursprung protestantische Martinisingen am 10. November – Sonntag also, am Geburtstag Martin Luthers, der sich zum 530. Mal jährt, soll auch an jene Landarbeiter erinnern, die früher zum Winter entlassen wurden und aufs Betteln angewiesen waren. Auch die Kinder zogen damals los.

Das Martinssingen – man beachte den kleinen Unterschied – entstammt hingegen den Feierlichkeiten des Martinstags am 11. November, dem Gedenktag des heiligen Martin von Tours. Er war jener, der einem Bettler seinen Mantel geschenkt haben soll. Präsent ist das Singen heute häufig in gemischter Form.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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