Europawahl und Landratswahl am 26. Mai 

Stimmen per Briefwahl abgeben

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Die fleißigen Helfer im Wahlbüro (von links): Vivienne Friesen vom Sachgebiet Zentrale Dienste der Stadt Nienburg und die Azubinen Lisa-Marie Wigger, Nina Hüffmann und Christin Leseberg. Es fehlen: Irina Wahlmann und Marina Hohmann.

Nienburg - In der kommenden Woche, bis spätestens zum 2. Mai, finden alle Wahlberechtigten im Landkreis Nienburg ihre Wahlbenachrichtigungskarte im Briefkasten, denn am 26. Mai stehen sowohl die Europawahl als auch die Direktwahl des Landrates an.

Wer per Briefwahl seine Stimmen abgeben möchte, kann dies mittlerweile ohne Vorliegen eines besonderen Grundes tun. Dazu muss bei der Gemeinde des Hauptwohnortes ein Wahlschein beantragt werden. Dem Wahlschein werden dann automatisch die Briefwahlunterlagen beigefügt. Die Zusendung der Unterlagen muss schriftlich, oder persönlich bei der Stadtverwaltung beantragt werden. Auch Fax oder E-Mail sind möglich. Ein Antrag auf Ausstellung der Briefwahlunterlagen befindet sich auch auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte. Alle, die nach dem 2. Mai noch keine Benachrichtigung erhalten haben, können sich im Stadtkontor am Kirchplatz 4 melden.

Burkhard Walther vom Sachgebiet Zentrale Dienste der Stadt Nienburg weist nochmal darauf hin, dass der Antrag möglichst frühzeitig gestellt werden sollte, damit genug Zeit für die Rücksendung bleibt.

Möglichkeiten zur Briefwahl

Walther und seine Kolleginnen Katja Hanhdorf und Vivienne Friesen erklären, dass es verschiedene Möglichkeiten zur Teilnahme an der Briefwahl gibt. „Die einfachste Möglichkeit ist persönlich mit der Wahlberechtigungskarte im Briefwahlbüro der Stadt Nienburg vorbeizukommen und direkt vor Ort zu wählen“, sagt Walther. Wahlkabinen und Wahlurnen stehen – wie am Wahltag auch – zur Verfügung. Die Wähler können die Briefwahlunterlagen auch mit nach Hause nehmen und in aller Ruhe wählen.

Die Briefwahlunterlagen für Europa- und Landratswahl können auch für Angehörige und Bekannte ausgegeben werden, jedoch nur für maximal vier Personen und mit unterschriebener Vollmacht, die auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarten zu finden ist.

Eine weitere Möglichkeit ist die Anforderung der Briefwahlunterlagen per Post. Hierzu wird die Wahlbenachrichtigung auf der Rückseite ausgefüllt, unterschrieben und in einem frankierten Umschlag an die Stadt Nienburg/ Weser, Wahlbüro, Marktplatz 1, 31582 Nienburg geschickt. Die Briefwahlunterlagen werden dann an die Heimat- oder Urlaubsadresse per Post zugesandt. Auch hier sind unbedingt die Postlaufzeiten zu beachten, betont Walther, denn die Wahlunterlagen müssen spätestens bis zum 26. Mai, 18 Uhr eingegangen sein.

Bequem von zu Hause kann man die Briefwahlunterlagen online beantragen. Dazu kann ab heute auf der Homepage www.nienburg.de ein Wahlschein angefordert werden. Unter dem Menüpunkt „Politik & Ortsrecht, Wahlen 2019“ findet man den Link „Wahlschein online“. Bei der elektronischen Beantragung müssen die dreistellige Wahlbezirksnummer und die Wählerverzeichnisnummer angegeben werden. Diese sind auf der Wahlbenachrichtigungskarte rechts neben dem Absender aufgedruckt.

Es ist unbedingt darauf zu achten, den Wahlschein nicht zu verlieren, denn dieser wird nicht ersetzt.

Auf Grundlage der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. April können sich nun auch Personen, die in einer psychiatrischen Einrichtung eingewiesen sind, auf Antrag bis zum 5. Mai im Stadtkontor ins Wählerverzeichnis für die Europawahl eintragen lassen. Für die Landratswahl ist dieser Personenkreis automatisch im Wählerverzeichnis erfasst.

Vivienne Friesen, die sich um die Organisation der Wahlhelfer kümmert, sagt, dass auch aktuell noch Wahlhelfer willkommen seien. „Für die anstehenden Wahlen sind wir zwar ganz gut aufgestellt, wir müssen aber auch mit krankheitsbedingten Ausfällen rechnen und gleichzeitig wollen wir uns schonmal für die nächsten Wahlen 2021 rüsten“, erklärt Friesen. Interessierte können sich bei Friesen melden per E-Mail an v.friesen@nienburg.de oder unter Tel. 05021/ 87 260.

Die Europawahl sei die Wahl mit der schlechtesten Wahlbeteiligung, sagt Walther. Und auch die Landratswahl sei trotz nur eines Kandidierenden nicht automatisch entschieden, die Mehrheit der „Ja-Stimmen“ benötigt dieser trotzdem. Walther wünscht sich eine gute Wahlbeteiligung: „Minimum 50 Prozent wären schön. Die Möglichkeiten, seine Stimmen abzugeben sind so vielfältig. Jeder, der wählen möchte, kann auch wählen.“

Wegweiser für die Briefwahl

1. Beide Stimmzettel, grün und weiß, persönlich ankreuzen. Je Stimmzettel eine Stimme.

2. Den weißen Stimmzettel in den blauen Stimmzettelumschlag legen und zukleben. Die blauen Umschläge kommen später ungeöffnet in eine Wahlurne für die Europawahl.

3. Den grünen Stimmzettel in den grünen Umschlag legen und zukleben. Die grünen Stimmzettelumschläge kommen später ungeöffnet in eine Wahlurne für die Landratswahl.

4. Die „Versicherung an Eides statt zur Briefwahl“ auf dem Wahlschein mit Datumsangabe persönlich unterschreiben.

5. Die Wahlscheine, den verschlossenen blauen Umschlag und verschlossenen grünen Umschlag in den roten Umschlag stecken.

6. Den roten Wahlbriefumschlag zukleben und in der darauf angegeben Stelle abgeben oder unfrankiert zur Deutschen Post AG geben.

Bei Fragen und Unklarheiten ist das Briefwahlbüroteam unter Tel. 05021/ 87298 zu erreichen.

jst

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