Pascal Brockmann aus Eystrup ist Optiker-Landesmeister

Brillen sind seine Leidenschaft

Pascal Brockmann ist stolz, die Urkunde als Jahresbester im Augenoptikerhandwerk in den Händen halten zu können. Foto: Rebecca Göllner-Martin

Eystrup - Von Rebecca Göllner-martin. Pascal Brockmann aus Eystrup ist stolz auf sich, denn er hat vor Kurzem zwei besondere Auszeichnungen erhalten. Zum einen ist der einstige Optiker-Azubi Kammersieger der Handwerkskammer Hannover im Prüfungsgebiet Süd-Ost-Niedersachsen sowie Landessieger in diesem Fachbereich. Entsprechende Urkunden erhielt er jetzt ausgehändigt.

Grundlage der Bewertung war laut Brockmann die Gesellenprüfung. „Ich musste im ersten Teil der Prüfung Gläser schleifen, einen Bügel an ein Brillengestell löten und im zweiten Teil die Gläser einer randlosen Brille schleifen und diese einsetzen“, schildert der 21-Jährige. Ebenfalls Bestandteil der Prüfung war die Analyse eines Kundenprofils. Aufgabe war es dabei, zu erfahren, was sich das Gegenüber wünscht, die passenden Gläser auszusuchen und anzupassen sowie beratend zur Seite zu stehen. Das theoretische Wissen ermittelte die Handwerkskammer während mündlicher Prüfungen. Das Gesamtergebnis überzeugte, der Eystruper erhielt die Note 2.

Und obwohl das Handwerk eines Optikers heute zu seiner Leidenschaft geworden ist, gibt der 21-Jährige zu, dass sein beruflicher Traum zunächst ein anderer war. „Ich wollte Büchsenmacher werden“, sagt er. Doch er habe keinen Ausbildungsplatz gefunden. Die Lehre bei Fielmann in Nienburg sei zunächst nur Plan B gewesen. „Es war im Nachhinein eine sehr gute Entscheidung“, meint Pascal Brockmann heute.

Das Schwierigste für den 21-Jährigen war laut eigener Aussage zunächst der Kontakt zu den Kunden. „Nach eineinhalb Jahren Ausbildung mit ausschließlich Handwerk und Theorie muss man sich da erst einmal herantasten und herausfinden, was sie sich wünschen“, sagt der Eystruper.

Sein während der Ausbildung erworbenes Wissen setzt er nun in dem Studium ein, das er gerade begonnnen hat. An der Universität Hannover belegt er die Fächer Metalltechnik und Religion und möchte einmal Lehrer an einer Berufsschule werden. „Materialkunde war schon Bestandteil meiner Ausbildung und ist es jetzt im Studium“, sagt er. Nebenher arbeitet er weiterhin als Optiker bei Fielmann. Zum einen, weil er damit das Studium finanziert, und zum anderen, weil ihm dieser Job viel Freude bereitet.

In dieser Woche ist der Eystruper jedoch weder in Nienburg noch in der Uni in Hannover anzutreffen, denn er nimmt am Bundeswettbewerb des Optiker-Handwerks in Karlsruhe teil. Morgen steht fest, ob er auch diesen Titel mit nach Hause bringt. Aufgabe ist dort, eine ausgefallene Brille zu entwerfen, die zwar tragbar, aber zugleich ein Kunstwerk ist. Darauf vorbereitet hat sich der junge Mann in einer Lehrwerkstatt seines Arbeitgebers in Plön (Schleswig-Holstein).

„Das Schönste an der Arbeit sind das Handwerk, die Feinarbeit und der Umgang mit den verschiedenen Materialien“, schwärmt Brockmann. Dass er Brillen liebt, zeigt sich daran, dass er gleich mehrere Modelle besitzt. Für jeden Anlass eine andere.

Quelle: kreiszeitung.de

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