Schüler aus Bücken belegen 3. Platz beim Wettbewerb „Echt Kuh-l“

Bronzene Kuh zieht in Grundschule ein

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Die jetzigen Klassen 4a und 4b nahmen am bundesweiten Wettbewerb „Echt Kuh-l“ teil und belegten den dritten Platz. Falk (vorne, von links), Lasse und Hannah freuen sich mit ihren Mitschülern sowie den Klassenlehrerinnen Miriam Blockhaus (links) und Nicole Wittenberg (rechts) über eine Kuh-Trophäe, Urkunden und einen Stoffbeutel mit allerlei Geschenken darin.

Bücken - Von Vivian Krause. Wenn 35 Kinder Slogans entwickeln, ein Layout entwerfen und Plakate gestalten, dann arbeiten sie nicht unbedingt auf eine Karriere als Werbegrafiker hin, sondern denken sich vielleicht auch einfach ein Projekt für den bundesweiten Wettbewerb „Echt Kuh-l“ aus. So zumindest an der Grundschule in Bücken. Und die Arbeit hat sich gelohnt.

Die ehemaligen Klassen 3a und 3b der Kapitän-Koldewey-Grundschule Bücken belegten mit ihrem Projekt im vergangenen Schuljahr bei „Echt Kuh-l“ den dritten Platz in ihrer Altersgruppe, also innerhalb der Klassen drei und vier.

„Ihr wart so fleißig und habt in den Klassen sehr viel dafür getan“, lobte Schulleiter Joachim von Lingen die jetzigen vierten Klassen bei der gestrigen offiziellen Übergabe der Preise. „Bei einem bundesweiten Wettbewerb so gut abzuschneiden, ist schon toll.“

Gemeinsam mit Lehrerin Miriam Blockhaus und mit der Unterstützung von deren Kollegin Nicole Wittenberg arbeiteten die Kinder im vergangenen Schuljahr rund fünf Wochen an ihrem Projekt. Auf die Idee hatte Miriam Blockhaus ein Flyer, der in einem Bioladen in Hoya auslag, gebracht.

Der Wettbewerb von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stand unter dem Motto „Wissen wo’s herkommt – Lebensmittel aus der Region“. Die Schüler sollten sich mit dem Thema befassen und ihre Ergebnisse kreativ präsentieren – ob in Form von Plakaten, Filmen oder Zeitschriften.

Regionalität ist ein Thema, das für Drittklässler gar nicht so leicht zu erfassen ist, sagt Blockhaus. Sie entwickelte erste Ideen, die sie dann mit den zwei Klassen abstimmte. So fiel die Wahl auf selbst gestaltete Plakate, die in den lokalen Geschäften platziert werden sollen, um im Ort Werbung für lokale Produkte zu machen. Gesagt, getan.

„Unser Plakat passt zum Thema, weil ...“

Die 35 Schüler machten sich in Zweierteams oder allein ans Werk. Die Aufgabenstellung war klar: Die Plakate sollten den von den Kindern ausgedachten Werbespruch „Ist doch klar, ich kaufe nah“ transportieren. Der Fantasie der Kids war keine Grenze gesetzt, vom Bauernhof über den Wochenmarkt bis hin zu Tieren zeichneten die Grundschüler alles auf ihre Plakate.

Anschließend stellten sie ihre Ergebnisse vor. Gewürdigt wurde die Arbeit mit einem Prüfsiegel, welches die Kinder selbst erarbeitet und am Computer gestalten hatten. Sie belohnten quasi sich selbst. „Das war ein Anreiz für die Schüler“, sagt Lehrerin Miriam Blockhaus. „Sie waren total engagiert, jeder wollte ein Siegel für sein Plakat bekommen.“ Und jeder bekam eins. Die Gestaltung, „die Bilder anzumalen und Sachen zu zeichnen“, hat Schüler Lasse besonders viel Spaß gemacht.

Zusätzlich sind auf den Plakaten Gründe aufgezählt, warum regionale Lebensmittel gekauft werden sollten: Sie sind frischer und deshalb auch gesünder, sie haben kurze Transportwege, das schont die Umwelt, und Anbieter/Bauern aus der Region werden unterstützt. Auch diese drei Grundsätze entwickelten die Kinder gemeinsam.

Es ging um Regionalität

„Die Schüler haben schnell verstanden, worum es bei dem Projekt geht“, sagt Blockhaus, die beide Klassen im Sachunterricht betreut. Diesen hat sie unter dem Stichwort „Regionalität“ gestaltet und das Projekt in die Schulstunden integriert. So erkannten die Kids beispielsweise, dass der umweltfreundliche Handel Sinn macht und Lebensmittel nicht erst mit dem Flugzeug nach Deutschland kommen müssen.

Mit selbst gestalteten Werbeplakaten belegten die Kinder den dritten Platz.

Entstanden sind 20 Plakate, die alle individuell sind. Ein einheitliches Kuhflecken-Layout, das Prüfsiegel und die zuvor erarbeiteten Argumente für den regionalen Handel finden sich auf allen Exemplaren wieder.

Nachdem die Plakate fertig gestaltet waren, machten die Grundschüler davon etliche Kopien. Dann ging es durch Bücken. „In den Geschäften stellten die Kinder ihr Projekt vor“, sagt Blockhaus. Sie brachten bei einem Fleischer, in einer Bäckerei und in einer Arztpraxis die bunten Plakate an. In Bücken, aber auch in Hoya und Schweringen. „Das hat richtig viel Spaß gemacht“, sagt Hannah. So soll auch die Öffentlichkeit auf die Aktion aufmerksam gemacht werden und sich mit dem Thema befassen. „Die Ladeninhaber fanden das toll“, betont Backhaus.

Teil des Projekts war außerdem ein Besuch des Milchhofs Derboven in Warpe. Dort erlebten die Schüler hautnah die Entstehung der regionalen Produkte Käse und Milch.

Mit selbst gestalteten Werbeplakaten belegten die Kinder den dritten Platz.

Das Projekt hatten die Lehrerinnen in Fotos festgehalten. Daraus erstellten sie eine Präsentation. Eingereicht hatten die Zwei die Projektergebnisse am 31. März, das Ergebnis kam Mitte Mai. Die Preise wurden wegen der Sommerferien erst jetzt überreicht. Doch die zeitliche Verzögerung tut der Freude keinen Abbruch.

Und der Aufwand hat sich gelohnt. Alle Kinder erhielten gestern einen Stoffbeutel mit allerlei Geschenken darin: ein Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiel, eine Tasse, ein Cap oder eine Taschenlampe fanden sich darin. Zudem bekamen die Klassen eine bronzene Kuh-Trophäe, die nun in der Schule ihren Platz finden wird.

An dem Wettbewerb, der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft initiiert wurde, haben mehr als 4 200 Schüler der Klassen drei bis zehn teilgenommen. Eingereicht wurden insgesamt 581 Arbeiten. Der Wettbewerb beschäftigt sich mit dem Thema Ökolandbau und mit Fragestellungen rund um eine nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung.

Die Ergebnisse der Bücker Grundschüler gibt es im Internet zu sehen:

www.echtkuh-l.de/preistraeger17/17-klasse3-4/

17-klasse3bis4-3.html

Quelle: kreiszeitung.de

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