Ferienkiste-Aktion im „Atelier Walnußbaum“ 

In Bücken wird das Reispapier zum Tier

Ob in Schwarz oder bunt – bei einer Ferienkiste-Aktion im „Atelier Walnußbaum“ in Bücken brachten die Kinder Tiere auf Reispapier. Sie unterschrieben ihre Werke mit ihrem Namen, auf Chinesisch. - Foto: Lydia Cramer

Bücken - Von Lydia Cramer. Seit sieben Jahren lebt die Chinesin Han JinYu, bekannt unter dem Namen TingTing, in Deutschland. Seit fünf Jahren wohnt sie in Bücken und gibt in ihrem „Atelier Walnußbaum“ an der Bahnhofstraße Kurse und Workshops zu den Themen chinesische Malerei, westliche Malerei und Realismus in Öl.

Jetzt übten sich dort kleine Künstler im Handwerk mit dem Pinsel: bei verschiedenen Ferienkiste-Aktionen. Dabei standen chinesische Kalligrafie und chinesische Tuschemalerei, aber auch die Herstellung von Seife auf dem Plan. Denn: Früh übt sich.

Auch die Künstlerin TingTing entdeckte schon als Kind ihre Leidenschaft für die Kunst. Damals in Peking, ihrem Geburtsort. Im Alter von drei Jahren begann sie mit dem Malen und steigerte im Laufe der Zeit ihre Fähigkeiten in Kohle- und Stiftzeichnungen, Gouache, Aquarell und Ölmalerei. Im Jahr 2004 beendete sie ihr Studium an der „China Central Academy Of Fine Arts“ in Peking mit dem Abschluss Bachelor of Arts. Seit 2010 wohnt sie nun in Deutschland, wo sie zuerst ihr Stipendium im Künstlerhaus Meinersen (Landkreis Gifhorn) antrat und nun als freiberufliche Künstlerin arbeitet. Ihre Gemälde finden sich unter anderem in Sammlungen in Deutschland, Italien, China und Thailand.

Die Chinesin TingTing half den Kindern beim Tuschen und Kalligrafieren. Am Ende nahm jeder mehrere eigene auf Reispapier gemalte Werke mit nach Hause. - Foto: Lydia Cramer

Im Rahmen der Ferienkiste in Bücken brachte die 38-Jährige den Kindern unter anderem die Kunst der chinesischen Tuschemalerei näher. Die Kids malten Bilder auf Reispapier und – wie sich das für einen Künstler gehört – verewigten sich auf ihrem Kunstwerk mit ihrem Namen. Und das dank TingTings Hilfe auf Chinesisch.

Gemalt wurde mit speziellen Pinseln, die aus Bambus und Marder- oder Kaninchenhaaren gefertigt sind, erklärt TingTing. Das Reispapier verbindet sich mit der Tinte und dem Wasser. Bei den Zeichnungen von Fuchs oder Panda wirkt das Fell so sehr real. „Es macht mir sehr viel Spaß, mit Kindern zusammen zu arbeiten“, sagt TingTing. Und weiter: „So lerne ich auch noch die deutsche Sprache und Kultur besser kennen. Zum Beispiel habe ich heute das Wort ,Schnurrhaare‘ gelernt.“ Die Kinder waren während des rund eineinhalbstündigen Kurses mit viel Freude dabei und gingen jeweils mit mindestens vier fertigen Gemälden nach Hause.

www.tingtinghan.de

www.facebook.com/tingtinghan88/

Quelle: kreiszeitung.de

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