Bürger-Info zu „Hassel 2030“ am 23. März im Dorfgemeinschaftshaus

Ein Dorf gestaltet den Weg in die Zukunft

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Dörfliche Idylle rund um die Hasseler Kirche. Damit Hassel auch in Zukunft viele Einwohner hat, die sie genießen, hat ein Arbeitskreis Maßnahmen entwickelt.

Hassel - Von André Steuer. Prognosen zeigen, dass sich die meisten Dörfer in den nächsten Jahren mit den Themen Bevölkerungsrückgang und -überalterung auseinandersetzen müssen. Um auf diese Herausforderung zu reagieren, initiierten Hasseler Ratsmitglieder einen Arbeitskreis, der sich unter dem Namen „Hassel 2030“ mit der Zukunft des Orts beschäftigt und diese aktiv gestalten will. Am Montag, 23. März, stellt der Arbeitskreis seine bisherigen Ergebnisse um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus vor.

„Die voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung wurde uns durch die Zahlen der Zensus-Erhebung 2011 drastisch vor Augen geführt“, sagt Ratsmitglied Heiko Lange (UWGH). „Sie zeigten klar einen Bevölkerungsrückgang und eine Überalterung. Dies brachte uns im Rat zu der Frage, wie wir uns auf die steigende Zahl älterer Menschen einstellen können. Gleichzeitig geht es darum, Hassel so attraktiv zu gestalten, dass Menschen aller Altersgruppen auch zukünftig gerne in Hassel wohnen, hier ihre Heimat finden und das Miteinander aktiv mitgestalten.“

Nachdem erste Ideen zusammengetragen worden waren, gründete sich 2012 eine Arbeitsgruppe, die sich mit verschiedenen Themen auseinandersetzen wollte. Bei Gesprächen mit Samtgemeindebürgermeister Detlef Meyer fasste die Gruppe den Beschluss, ein Planungsbüro als Unterstützung zu beauftragen. Sie holte die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) als erfahrenen Partner ins Boot.

Die Hasseler Ratsmitglieder wollten darüber hinaus auch Bürger in den Prozess einbinden. Nach einer ersten Bürgerinformationsveranstaltung bildete sich der Arbeitskreis mit engagierten Hasselern. „Wichtig ist uns, dass der Gestaltungsprozess durch viele Bürger mitgetragen wird“, sagt Lange. „Außerdem wollen wir für einzelne Themenfelder ‚Kümmerer‘ finden.“

Als „Kümmerer“ bezeichnet Lange Menschen, die bereit sind, sich den anstehenden Aufgaben mit Herzblut zu widmen. „Nur dann werden wir etwas bewegen“, ist er sich sicher. Derzeit sind 18 Hasseler und zwei NLG-Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe aktiv.

Mitte 2014 machte sich der Arbeitskreis zuerst Gedanken über die aktuelle Situation. „Was läuft gut? Und wo drückt der Schuh?“, waren dabei die zentralen Fragen. Weiter ging es mit Überlegungen, in welchen Bereichen welche Herausforderungen auf die Gemeinde zukommen könnten.

Letztlich führte dies dazu, dass man sich den Handlungsfeldern, die am dringendsten schienen, zuerst widmen will. Folgende Themen stehen nun ganz oben auf der Agenda: Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Mobilität, Ortsbild und Bauen sowie die Infrastruktur und damit einhergehend die Daseinsvorsorge.

Des Weiteren sind der Kindergarten und die Schule ebenso Thema wie die Gestaltung der Dorfgemeinschaft. Den einzelnen Bereichen widmen sich verschiedene Arbeitsgruppen, die sich mit der Frage beschäftigten, was die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung konkret für ihr Thema bedeutet, und wie sie ihr begegnen können.

„Hassel liegt infrastrukturell genau zwischen den beiden Zentren Eystrup und Hoya. Dies gilt es zu nutzen“, sagt Ratsmitglied Lange und macht damit klar, dass „Hassel 2030“ kein Projekt für einen Alleingang ist.

„Dieser jetzt eingeschlagene Weg braucht einen langen Atem. Aber wenn wir gemeinsam für unser Dorf arbeiten und die Zukunft gestalten, schaffen wir das“, ist sich Heiko Lange sicher.

Quelle: kreiszeitung.de

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