Bürgermeister: „Ehrenamt, Politik und Verwaltung sinnvoll vernetzen“

70 Flüchtlinge – „das sind 70 Einzelschicksale“

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Charlene Lammers ist die neue Integrationsbeauftragte der Samtgemeinde Steimbke und kümmert sich nicht zuletzt um Flüchtlinge.

Steimbke - Von Jens Heckmann. Im laufenden Jahr rechnet die Samtgemeinde Steimbke mit einer Verdoppelung der Flüchtlingszahlen. 70 Menschen – das sind, so formuliert es Samtgemeindebürgermeister Knut Hallmann, „70 Einzelschicksale“. Auf Samtgemeinde-Ebene wolle man für einen würdigen Rahmen sorgen.

Auf Einladung Hallmanns gab es jetzt ein Info-Gespräch im Rathaus mit Fachdienstleiterin Carmen Prummer vom Landkreis Nienburg, Ulrike Karsch, Rektorin der Oberschule Steimbke, und der Integrationsbeauftragten der Samtgemeinde, Charlene Lammers.

Ein Kernpunkt der Flüchtlingsthematik ist aus kommunaler Sicht die Unterbringung der Menschen. „Container sind für uns zunächst mal gar keine Option“, stellte Hallmann klar. Er will vorhandenen Wohnraum nutzen: Die geflüchteten Männer, Frauen und Kinder sollen im intakten sozialen Umfeld der Dörfer und Gemeinden leben können. „Wir freuen uns auch weiterhin über Angebote geeigneter Häuser und Wohnungen unserer Mitbürger. Die Samtgemeinde wird die dann prüfen und gegebenenfalls anmieten“, so Hallmann weiter.

Die Suche nach Wohnungen sei aber nur ein Teil-Aspekt: „Aus unserer Sicht liegt es weniger beim Landkreis, sondern vor allem bei den Kommunen, die Integration ins ,normale Leben‘ zu begleiten und ein Stück weit zu moderieren. Doch ohne ein Engagement des Ehrenamtes ist dies nicht leistbar!“, so der Verwaltungs-Chef. Er hofft auf die Unterstützung der Menschen in der Samtgemeinde. Ein runder Tisch mit Schulen, Kirchen und Politik soll noch vor den Osterferien die ersten Ideen erarbeiten.

Darum, um die sinnvolle Vernetzung der Angebote und um die Zusammenarbeit mit dem Landkreis kümmert sich Steimbkes neue Integrationsbeauftragte Charlene Lammers. „Wir setzen vor allem auf niedrigschwellige, ehrenamtliche Angebote. Es gibt beispielsweise bei uns Deutschlehrer im Ruhestand, die ganz lebenspraktischen Sprachunterricht anbieten könnten“, beschreibt sie eine Idee von Oberschulrektorin Ulrike Karsch.

Von ihr kam auch die Anregung, sich um eine Grundausstattung für die schulpflichtigen Flüchtlingskinder zu kümmern: „Das beginnt schon beim Stifte-Set und endet bei der Schultasche und geeigneten Turnschuhen für die Sporthalle.“ Auch ein Fahrrad ist in der flächigen Samtgemeinde eine sinnvolle Ergänzung zum Busverkehr.

Hilfe – etwa für den Kauf besagter Schulausstattungen – wäre auch finanziell zu leisten. Dazu hat die Samtgemeinde auf Initiative von Knut Hallmann und der Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen inzwischen auch ein Spendenkonto (Kennwort: „Spende Flüchtlingshilfe SG Steimbke“, Sparkasse Nienburg: DE25256501060000156000 (IBAN), BIC: NOLADE21NIB) Spendenquittungen erstellt die Samtgemeinde.

Quelle: kreiszeitung.de

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