BUND feiert Abschlussveranstaltung nach drei Jahren Kinderwildnis

„Der Mensch schützt nur das, was er kennt“

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Der Chor der Friedrich-Ebert-Schule begrüßte die Besucher der Veranstaltung mit einem Frühlingslied.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Unsere Welt, die Natur - die haben wir nur einmal. Wichtig ist, dass wir sie auch entsprechend behandeln. In der Kinderwildnis der BUND konnten Kinder der Natur begegnen, sie schätzen lernen. Am Donnerstag war die Abschlussveranstaltung des dreijährigen Projekts.

Nur mal kurz die Welt retten - die Schüler der Theater AG der IGS verdeutlichten, was der Mensch mit seiner Umwelt macht.

Wenn alle Pappbecher, die für einen „Coffee to go“ herhalten müssen, ineinander gesteckt würden, könnten sie die Welt umrunden – jährlich – und das ganze 57 Mal.

Erschreckende Zahlen, die das kurze Theaterstück der Integrierten Gesamtschule (IGS) präsentiert hat. Umso größer war der Applaus der Anwesenden bei der Abschlussveranstaltung des Projekts „Kinderwildnis“ des BUND – Freunde der Erde, Kreisgruppe Nienburg. „Es hat sich für alle gelohnt“, zieht Jörg Brüning, Vorstand der Kreisgruppe, als Fazit.

Drei Jahre nach der Eröffnung der Naturerlebnis-Fläche feierten die Beteiligten den Abschluss eines erfolgreichen Projektes. Die Natur habe man „den Kindern spielerisch näher gebracht“, ist sich Brüning sicher. „Der Mensch schützt nur das, was er kennt. Wir hoffen, dass die Kinder auch später achtsamer mit der Natur umgehen und das möglicherweise auch an die eigenen Kinder weitergeben“, hebt der Vorsitzende hervor.

Jörg Brüning, Ute Luginbühl und Claudia Reemtsema (v.l.) bei der Abschlussveranstaltung des BUND im Foyer der Friedrich-Ebert-Schule.


Und dass das Projekt gut angenommen worden ist, bestätigt der Schulleiter der Friedrich Ebert-Schule (FES), Matthias Jentsch: „Es ist zu einem Lebensraum, einem Begegnungsraum geworden“, sagt der Schulleiter dankbar. Im Schulprogramm sei die Kinderwildnis fest verankert – bei einem Besuch der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt sei sogar das Wort „Paradies“ gefallen. Natürlich ist die Lage der Kinderwildnis, die direkt an die FES angrenzt, dafür besonders von Vorteil. Bürgermeister Henning Onkes bezeichnete diese Fläche als „bestes Beispiel, wie der Bürger öffentliche Abstandsfläche mit Sinn und Inhalt füllen kann“. Für die Idee, sowie pädagogische Unterstützung zuständig sind Ute Luginbühl und Claudia Reemtsema. Beide erhielten Blumensträuße für ihren unermüdlichen Einsatz in der Kinderwildnis.

„Wir müssen Kinder dazu ermutigen“ – Detlev Kohlmeier.

„Es ist doch irgendwie auch traurig“, sagte Landrat Detlev Kohlmeier, dass die Zeit vorbei sei, in der sich Kinder nach der Schule zum Spielen in der Natur treffen. „Wir müssen Kinder dazu ermutigen“, betont der Landrat und hofft, dass auch Eltern nicht nur an die „schmutzige Kleidung“ der spielenden Kinder denken. Auch Karsten Behr, Geschäftsführer der niedersächsischen Bingo-Stiftung, zeigte sich sichtlich begeistert von der Kinderwildnis. Schließlich habe die Stiftung auch 187 000 Euro zum Projekt, das im vergangenen Jahr sogar mit dem niedersächsischen Umweltpreis ausgezeichnet worden ist, beigetragen. Seine Worte richtete er aber nicht nur an den BUND. „Landkreis und Stadt können sicherlich auch was dafür tun, dass das Projekt bleibt“, sagte der Geschäftsführer abschließend mit einem Augenzwinkern.

Infos zur Kinderwildnis

Die etwa 7 000 Quadratmeter große Kinderwildnis befindet sich am Ende der Rühmkorffstraße, direkt an der Friedrich-Ebert-Schule. Sogar Geburtstage können hier gefeiert werden – offen ist die Wildnis für Jedermann. Einen großen Teil zur Wildnis haben die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung, die Stiftung der Sparkasse Nienburg sowie die Klitzing Sozialstiftung Nienburg beigetragen.

Nächster Termin der Kinderwildnis: Lagerfeuer-Lounge Freitag, 7. April, 19 – 21 Uhr Informationen und Anmeldung im Umweltzentrum unter Tel. 05021/1 44 99 oder info@kinderwildnis-nienburg.de.

Link zur Seite der Kinderwildnis des BUND.

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