Christina Graß ist Miss Norddeutschland

Am Freitag geht es ins „Miss Germany-Camp“

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Von Augenringen keine Spur: Auch wenn Christina Grass seit Tagen vor Aufregung kaum schlafen kann, freut sie sich auf ihre Zeit im Miss Germany-Camp.

Nienburg - von Kristina Stecklein. Die 28-jährige Christina Graß hat das geschafft, wovon einige Mädchen mit Sicherheit träumen: Sie darf sich seit genau elf Tagen Miss Norddeutschland nennen - und kämpft somit ab Freitag um die Krone der schönsten Frau Deutschlands.

Mit einem strahlenden Lächeln, langen Wimpern und filigranen Fingern holt sie die Scherpe aus einer kleinen schwarzen Tasche. „Das wird in den nächsten Wochen mein bester Freund“, sagt sie lachend. Sie – das ist die 28-jährige Christina Graß und gleichzeitig aktuell amtierende Miss Norddeutschland.

Seit genau elf Tagen darf sie sich als die Schönste Frau Norddeutschlands bezeichnen. „Jeden Morgen gucke ich auf die Scherpe und die Krone und denke – ja!“, gibt sie fröhlich zu.

Ihre Schwester Madeleine Graß spornte Christina an, wieder an Misswahlen teilzunehmen.

Graß ist gebürtige Hamburgerin, wohnt aktuell in Hannover und ist in Nienburg aufgewachsen. Ihr Pferd „Quebracho“ steht hier immer noch im Stall. „Man hat ja auch ein gewisses Vertrauensverhältnis“, erklärt sie. Durch ihre „Hobbys“ käme die 28-Jährige nicht mehr so oft zum Reiten – und in ihrer Heimatstadt könne der Wallach behütet bleiben.

2011 begann die 28-Jährige mit ihren ersten Misswahlen. Damals hatte sie ihre jüngere Schwester Madeleine angestoßen, daran teilzunehmen – Madeleine selbst ist vor einigen Jahren sogar zur Miss Nienburg gewählt worden. Doch ihre Berufsausbildung zur Pharmareferentin hatte bei Christina Vorrang, sodass die Teilnahme an Schönheitswettbewerben wieder auf Glatteis gelegt wurden. Fünf Jahre später war es erneut ihre Schwester, die Graß dazu ermutigte, wieder anzufangen. „Das war Anfang 2016. Ich bin dann erst zum Zugucken mitgefahren“, erklärt die hübsche Dunkelhaarige. Und der Rest entwickelte sich ziemlich schnell.

Aus Miss Wangerooge und dem zweiten Platz bei der Miss Niedersachsen Wahl qualifizierte sich Graß zur Miss Norddeutschland Wahl – die sie auch letzten Endes mit ihrer Startnummer 6 gewann. „Das war immer mein Ziel“, erklärt die selbstbewusste Pharmareferentin. Am kommenden Freitag geht es für Christina mit 20 weiteren Missen in den Europa Park, anschließend folgen spannende elf Tage auf Fuerteventura im Miss Germany-Camp. Dafür gab sogar eine Checkliste. „Da steht zum Beispiel drauf, welche Outfits ich mitnehmen soll“, weiß Graß.

Die amtierende Miss Germany ist mittlerweile eine gute Freundin von Christina.

Ein bestimmtes Ziel verfolgt sie bei der Kleiderwahl allerdings nicht – auch wenn sie sich seit ihrer Miss Norddeutschland-Amtsverkündung kontinuierlich drauf vorbereitet. „Für mich ist es ganz wichtig, dass ich ich selbst bleibe und nur das trage, worin ich mich wohlfühle“, sagt die Hannoveranerin bestimmt. Aufregung ist bei solch einem Riesenevent natürlich vorprogrammiert. „Ich bin schon aufgeregt. Es ist Nervenkitzel pur, ich kann gar nicht schlafen“, gibt sie lachend zu.

Seit 2009 modelt Graß nebenher ebenfalls – sogar auf der Berliner Fashionweek lief die 28-Jährige bereits mehrmals über den Laufsteg. „Mit meinen Maßen reicht es nicht für die internationale Karriere, für die Berliner Fashionweek schon“, sagt sie. Von Vorteil aber sei, dass sie mittlerweile reifer und älter ist. „Wenn man älter ist, kann man besser bestimmen, was man möchte. Ich würde mir niemals eine Kurzhaarfrisur schneiden lassen wie bei Heidi Klum“, spielt Graß auf das Castingformat an. Zwar mache ihr das Modeln auch Spaß, es sei jedoch „eine ganz andere Welt“: „Ich lache lieber auf Fotos, gehe auf die Menschen zu.“

Ganz besonders stolz auf ihre ganz persönliche „Miss“ sind natürlich Mama Dolores Landwermann, ihre Oma Christine Wolfgart und Schwester Madeleine (v.l.).

Bei einer Miss Wahl stehe im Gegensatz zum Modeln nicht nur das Aussehen im Vordergrund. „Man muss intelligent sein, man muss sich ausdrücken können. Es ist wichtig, wie man sich nach außen präsentiert. Es wird auch hinter das Aussehen geguckt“, erklärt Graß. Für Bewerberinnen hat Christina auch einige Tipps parat. „Ich stehe immer für Fragen offen, auch bei Facebook. Man wächst aber mit jeder Wahl, und man sollte nie aufgeben.“ Außerdem können Interessierte bei der Miss Germany Corporation anrufen. „Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite“, versichert Graß und ist sich sicher: „Man nimmt etwas für’s Leben mit“.

Und wenn sie am 18. Februar Miss Germany werden sollte? „Dann muss ich aufpassen, dass ich nicht umkippe“, sagt die Schöne aus Nienburg lachend.

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