Zukunft in einer neuen Heimat

CJD-Premiere: Junge Leute zeigen Film zum Thema Migration

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Die jungen Darsteller des JMD CJD Nienburg während der Filmaufnahmen.

Nienburg. Mehr als 100 Gäste haben im Nienburger Kulturwerk bei einer Filmpremiere miterlebt, was jugendliche Darsteller mit und ohne Fluchtgeschichte zu zeigen hatten. Die Zuschauer waren begeistert von dem Ergebnis.

Mit einem runden Filmprogramm hatten das Kulturwerk und der Jugendmigrationsdienst (JMD) des Christlichen Jugenddorfs (CJD) Nienburg den Nerv der Zuschauenden getroffen.

„Wir sind verblüfft und angenehm überrascht von dem großen Zuspruch“, sagte Sven Kühtz, Leiter des JMD im CJD Nienburg. Der Film „Die blaue Brücke“, den es in einer Kurz- und einer Langversion gibt, sendet eine Botschaft aus: „Die Welt ist bunt – durch Dich!“, lautet der Leitspruch. Und: „Jeder gute Freund war am Anfang ein Fremder“, wird während des Films eingeblendet, als sich immer junge Leute auf einer stilisierten Flucht kennenlernen und schließlich in einer neuen Heimat willkommen geheißen werden.

Zahlreiche Gäste sehen sich die Filmpremiere im Nienburger Kulturwerk an.

Der Film handelt von der Fluchtgeschichte dieser jungen Menschen und was sie in der Zukunft erwarten könnte, die blaue Brücke ist hierbei das verbindende Glied. Kühtz: „Vielleicht können wir den Film ja auch als Vorfilm im Kino laufen lassen.“

Gestartet war das Film- und Theaterprojekt Ende Mai, das dank der Förderung durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, „Wabe – Bündnis für Demokratie und Zivilcourage“, dem Lions-Club Nienburg Cor Leonis, den Stadtwerken Nienburg und der KD-Bank-Stiftung sowie in Kooperation mit dem Nienburger Kulturwerk verwirklicht werden konnte.

Der 20-jährige Hosama Lhabash, einer der Projektteilnehmer,: „Am Anfang habe ich viele tolle Menschen kennengelernt, im Lauf der Zeit habe ich dann aber auch viel über die Arbeit mit den Neuen Medien erfahren, dies hilft mir sehr für meine berufliche Zukunft, denn ich möchte Fotograf werden. Das waren meine ersten Schritte mit dem CJD, ich hoffe, es folgen noch viele mehr.“

Zurzeit proben die jungen Menschen für die Neuerarbeitung der Musicalproduktion „Handy-cap“. Dabei geht es um den sensiblen Gebrauch von Mobiltelefonen. In dem Musical werden Szenen eingebaut, die die Nutzung von Mobiltelefonen durch Menschen mit Fluchterfahrungen zeigen. „Dies hat auf einmal eine ganz andere Bedeutung. Oft ist das Handy für Flüchtlinge die einzige Verbindung zur alten Heimat, es ist ein Erinnerungsalbum“, erklärt Regisseur Frank Niemöller.

Wer sich den Film noch einmal anschauen möchte, kann das im Internet tun. Auskünfte über die geplante Musicalaufführung „Handy-cap“, erteilt Kühtz unter Tel. 05021/97 11 71 oder per E-Mail an sven.kuehtz@cjd.de.

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