"Diese Show ist mein Herz."

Clown Momo begeistert mit hochkarätigem Varieté

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Im ausverkauften Theatersaal präsentierte Timo Lesniewski als Clown Momo seine mitreißende Show. 

Nienburg - Von Maren Hustedt. Sichtlich zu Tränen gerührt war Timo Lesniewski - alias Clown Momo – nach seiner dritten Varieté-Vorstellung im Theater auf dem Hornwerk. „Diese Show ist mein Herz. Ich liebe meinen Job“, erklärte er dem Publikum mit hochroten Wangen im ausverkauften Theatersaal.

Dass der 28-jährige Nienburger seit mehreren Tagen von einer starken Erkältung geschwächt war, blieb sein Geheimnis bis der letzte Vorhang geschlossen war. Zuvor lieferten Clown Momo und die hochkarätigen Künstler, die er in seine Heimatstadt eingeladen hatte, zu 100 Prozent ab. Sie begeisterten mit Witz, Charme, Akrobatik, Zauberkunst, Musik und was sonst noch alles ein gutes Varieté ausmacht.

Momos Charme kann sich niemand entziehen.

„Das Publikum hier ist der Wahnsinn“, kommentierte ein Mitglied der „Marshmallows“ bereits vor Beginn der Show im Backstage-Bereich. Im Foyer hatten die drei Musiker zuvor einige Stücke gespielt und ersten Kontakt zu den Gästen geknüpft. Wie ein roter Faden zog sich dieser Kontakt durch den Abend. 

"Ich kriege sie alle", sagt Nienburger Timo Lesniewski

Mit dem ersten Lichtspot, der auf Momo fiel, ging das Publikum mit, zeigte Begeisterung, staunte, lachte herzlich und nahm Anteil an den Darbietungen. „Ich kriege sie alle“, hat Timo Lesniewski einmal gesagt. Am Samstag stellte er diese forsche Behauptung einmal mehr unter Beweis. Mit seinem zweieinhalbstündigen Programm begeisterte er die Kinder ebenso wie Erwachsene und Senioren. 

Der Schwerkraft trotzte die Zirkusartistin Sarah Schwarz mit ihren Beiträgen auf dem Drahtseil, am Vertikaltuch sowie auf dem Fahrrad an der Seite ihres Mannes Sergio Nguyen. Die Landesbergerin, die einen eigenen Zirkus besitzt, verzückte das Publikum mit Körperbeherrschung und Anmut.

Den Applaus des Publikums fing Clown Momo theatralisch ein und verstaute ihn in einer Kiste. Deckel auf – tosender Applaus – Deckel zu – Stille... „It’s Magic“. Die Zusammenarbeit mit dem Publikum klappte wie am Schnürchen.

Mit seinem zweieinhalbstündigen Programm begeisterte Momo die Kinder ebenso wie Erwachsene und Senioren.

Momos Clownerie wirkt entwaffnend. Mit der Melone auf dem Kopf, Strumpfhalten an nackten Waden und seinem verträumten – leicht naiven – Blick schafft er eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der man über seine Scherze und vermeintlichen Missgeschicke herzlich lachen kann. Ob Momo wild gestikulierend und laut quietschend einen Ballonhund bastelt oder mit weit ausgebreiteten Armen und Rüschenschirmchen auf Flaschenhälsen balanciert, seinem Charme kann sich niemand entziehen.

Weltmeisterliches Programm im Nienburger Theater

„It’s Magic“: In diesem Sinne stieg Clown Momo in einen Zauberschrank, um sich vom Magier Patrick Keaton grotesk zusammenstauchen zu lassen. Der selbsternannte Zeitreisende mit Steampunk-Brille am Hut präsentierte einen Schrumpfkopf am lebenden Objekt, erweckte mittels Schattenspiel die wilden Tiere Afrikas zum Leben und beschwor gemeinsam mit der bezaubernden Jana aus Rodewald eine Schlange, die Kartentricks beherrschte.

Dynamische und akrobatische Choreografien wurden auf der Nienburger Theaterbühne präsentiert. 

Weltmeisterlich wurde das Programm mit dem Auftritt der Tanztruppe „Saint Crew“. Von den dynamischen Choreografien Leonie Ozeanas, Rike Jürgens und Vadim Averien ließen sich die Nienburger gerne mitreißen. Echte Zirkusluft verbreiteten die Mitglieder von „Circ’a Holix“ mit Artistik, menschlichen Pyramiden und – ja tatsächlich – mit der Bestellung einer Pizza.

Nach der Show verabschiedete sich Timo Lesniewski am Theaterausgang persönlich vom Publikum und posierte mit strahlendem Lächeln für unzählige Handykameras. 

Sein Fazit: „Alles hat wunderbar funktioniert. Wir Künstler und Zuschauer haben für den Moment der Vorstellung eine gemeinsame Welt geschaffen.“

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