„Klasse, ich bin negativ“

Corona-Testungen im Wesavi laufen: Team arbeitet sich in Ruhe ein

Sie bilden einen Teil des Teams im Testzentrum Wesavi, das als Teil des Projekts Modellkommune ins Leben gerufen wurde . Frisch geschult und für die Probanden kostenlos testen sie auf Corona. 
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Sie bilden einen Teil des Teams im Testzentrum Wesavi, das als Teil des Projekts Modellkommune ins Leben gerufen wurde . Frisch geschult und für die Probanden kostenlos testen sie auf Corona. 

Nienburg - Von Maren Hustedt. Die Corona-Test-Station im Wesavi ist eröffnet: Ein Erfahrungsbericht.

„Euphorisch“ – mit diesem Begriff lässt sich die Reaktion wohl am besten beschreiben, wenn auf dem hochoffiziellen „Ergebnisnachweis nach durchgeführtem PoC-Antigentest auf SARS-CoV-2“ unter dem eigenen Namen das Kästchen für „negativ“ angekreuzt ist. Bekommen kann man einen solchen Nachweis seit dieser Woche auch im Nienburger Schwimmbad Wesavi.

Was als schnelle Rahmenbedingung ins Leben gerufen wurde, um die Zertifizierung von Nienburgs Innenstadt als Modellkommune zu ermöglichen, kommt aktuell nur langsam in Schwung. „Für uns als Team ist das für die Einarbeitung gar nicht so schlecht“, versucht Alexandra Stückelmaier dem verschobenen Start des wissenschaftlichen Projekts einen positiven Aspekt abzugewinnen. Die Sozialarbeiterin, die bisher in Schulen eingesetzt war, hat kurzerhand die Aufgabe der „Koordinatorin Testzentrum Wesavi“ übernommen und dessen Aufbau mit organisiert. Unter anderem aus dem Theater, von der Stadt, aus dem Wesavi und weiteren Bereichen der Verwaltung sind die Mitglieder des Testteams entsandt.

In kurzfristig organisierten Schulungen haben die Mitglieder des Testteams gelernt, welche Schritte und Handgriffe erforderlich sind für eine korrekte Testdurchführung. Zunächst werden die persönlichen Daten des Probanden erfasst. Dazu muss ein Ausweispapier vorgelegt werden, zum Beispiel der Personalausweis oder der Führerschein. Die Erfassung dient der Abrechnung des Tests ebenso wie einer möglichen Information des Gesundheitsamtes.

„Bisher haben wir hier noch niemanden positiv getestet“, berichtet Alexandra Stückelmaier. Die Zahl der Getesteten schätzt sie dabei aus dem Bauch heraus auf rund 60 – Stand Donnerstagmittag.

Mit dem Erfassungsbogen und dem persönlichen Testkit geht der Proband – in diesem Fall ich – nun in einen freundlich dekorierten Pavillon. Dort steht Frank Zimmermann bereit, der „im richtigen Leben“ Technischer Leiter im Nienburger Theater ist. „Und das seit 32 Jahren“, erzählt er mir, bevor er die Funktionsweise des Teststäbchens erklärt. „Sehen Sie diese Kerbe? Bis dahin muss das Stäbchen im Innern der Nase versenkt sein.“ Alternativ sei auch ein Rachenabstrich möglich.

Entschlossen strecke ich ihm meine Nase entgegen. Welches Nasenloch er nutzt, ist mir egal. Ich möchte es einfach hinter mich bringen, habe ich doch schon oft gehört, wie unangenehm ein Corona-Test durch die Nase sei. Tatsächlich piekt es irgendwo in meinem Kopf, als Frank Zimmermann eins, zwei, dreimal das Stäbchen dreht und schon wieder herauszieht. Er überträgt das Material auf den Testträger und programmiert die Uhr. „Das sieht gut aus“, lautet sein Urteil. Doch wir müssen noch abwarten, bis der sogenannte „Läufer“ den Test mitgenommen und auswerten lassen hat. Auf mein Ergebnis warte ich dann vor der Tür. „Negativ“, flüstert mir der junge Mann ins Ohr, als er mir das Dokument aushändigt. Selten hat sich „negativ“ so gut angefühlt.

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