Lieferdienste weiter möglich 

Landkreis Nienburg: Jetzt schließen in Corona-Krise alle Gaststätten

Gastgewerbe die Corona-Sorgen
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Gastgewerbe die Corona-Sorgen

Landkreis Nienburg - Von Leif Rullhusen und Johanna Müller. Zum Wochenende wird das öffentliche Leben im Landkreis Nienburg jetzt noch weiter eingeschränkt: Seit Freitagnachmittag ist klar: Alle Gaststätten schließen.

Über die neuste Entwicklung in der Corona-Krise berichtet Landkreisprecher Cord Steinbrecher im Blickpunkt-Gespräch: „Das gilt ab sofort. Wir arbeiten aktuell an einer Allgemeinverfügung.“

Demnach sollen jetzt nicht nur Geschäfte, Bars und Kinos, sondern auch Gastronomie-Betriebe während der Corona-Krise geschlossen bleiben. Bestellungen bei Lieferdiensten sowie ein Außerhausverkauf sind jedoch weiterhin erlaubt

Dieser Erlass gilt für das gesamte Land Niedersachsen. Darüber berichtet Ministerpräsident Stephan Weil am Freitagnachmittag in einer Pressekonferenz. Die norddeutschen Bundesländer hätten sich abgesprochen und gemeinsam über diese neue Maßnahme verständigt. Bremen hatte diesen Schritt zuvor bereits veröffentlicht. 

Untersagt wird wegen der Corona-Krise von spätestens Sonntag an die Einnahme von Speisen in Gaststätten. Dies bedeute nicht, dass die Betriebe schließen müssten. Es gibt nur keine Möglichkeit mehr, in den Lokalen zu selbst speisen. Bislang war dies noch bis 18.00 Uhr möglich. 

Kein Verzehr im Außenbereich

Restaurants im Landkreis Nienburg und ganz Niedersachsen könnten weiter Speisen verkaufen und ausgeben. Die Betriebe müssten dies nur organisieren. Verboten ist allerdings auch, ein Verzehr von Speisen im Umkreis von 50 Metern der Gaststätte. Damit werden nicht nur die Plätze auf Terrassen oder in Fußgängerzonen leer bleiben müssen. Auch etwa auf Parkplätzen wie dem Schnellimbiss „McDonald‘s“ darf demnach nicht mehr im Auto gegessen werden, gibt Kreissprecher Steinbrecher zu bedenken. 

Meldung vom 12. März: Corona-Virus: Stadt Nienburg sagt öffentliche Veranstaltungen ab

Die Stadt Nienburg/Weser hat am Donnerstag als rein präventive Maßnahme beschlossen, dass ab Freitag, 13. März, alle öffentlichen, freiwilligen Veranstaltungen zunächst bis Ostern nicht stattfinden. Das berichtet Stadtsprecherin Antonia Kleiner in einer Pressemitteilung. 

Soweit möglich sollen die geplanten Ereignisse verschoben werden sollen. Dieser Beschluss betrifft unter anderem die Theaterveranstaltungen, den Frühjahrsmarkt inklusive Begrüßungstag, sowie den am 14. März geplanten Frauenflohmarkt. 

Etwa der Frühjahrsmarkt in Nienburg ist von dem Erlass der Gesundheitsministerin betroffen. 

Auch soll in den städtischen Sportstätten der Betrieb zunächst nur eingeschränkt fortgeführt werden. Das heißt, dass geplante Spiele und Trainingseinheiten, soweit die zuständigen Vereine diese nicht absagen, stattfinden. Zuschauer sollen den Tribühnen im Stadtgebiet jedoch fernbleiben. Die Beteiligten werden gesondert in der kommenden Zeit durch die Stadt informiert, heißt es in der Pressemitteilung.

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Sehr geehrte Kund*innen des Nienburger Theaters, das "Coronavirus" führt nun auch in der Stadt Nienburg zu umfangreichen Beeinträchtigungen. Die aktuelle Pressemitteilung zum Thema geben wir hier zur Kenntnis mit folgendem Kurzhinweis: „Heute Abend zeigen wir das Musical ´Company`. Es wird die vorerst letzte Theateraufführung sein, denn ab morgen, 13.3.2020 bis mindestens Ostern werden alle Theaterveranstaltungen verschoben bzw. abgesagt. Wir bedauern diese Beeinträchtigung sehr und hoffen auf das Verständnis unserer Kund*innen.“ Zu allen Veranstaltungen geben wir zeitnah nähere Hinweise. Das Team der Theaterkasse informiert betroffene Kund*innen direkt. Pressemitteilung der Stadt Nienburg: Informationen zu künftigen Veranstaltungen in der Stadt Nienburg/Weser Die Stadt Nienburg/Weser hat als rein präventive Maßnahme beschlossen, dass ab dem 13. März alle öffentlichen, freiwilligen Veranstaltungen zunächst bis Ostern nicht stattfinden und soweit möglich verschoben werden sollen. Dieses betrifft u.a. die Theaterveranstaltungen, den Frühjahrsmarkt inklusive Begrüßungstag, sowie den Frauenflohmarkt. Auch soll in den städtischen Sportstätten der Betrieb zunächst nur eingeschränkt fortgeführt werden. Das heißt, dass geplante Spiele und Trainingseinheiten, soweit die zuständigen Vereine diese nicht absagen, stattfinden allerdings ohne Zuschauer. Die Beteiligten werden gesondert in der nächsten Zeit durch die Stadt informiert. Eine Auflistung der von diesen Maßnahmen betroffenen Veranstaltungen und Einrichtungen erfolgt in Kürze auf www.nienburg.de. : Tanja Scheer

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Eine Auflistung der von diesen Maßnahmen betroffenen Veranstaltungen und Einrichtungen erfolge in Kürze zudem auf www.nienburg.de.

Meldung vom 11. März: Corona-Virus: Land sagt Großveranstaltungen im Landkreis Nienburg ab 

Seit Anfang der Woche hagelt es Absagen: Aufgrund des Corona-Virus werden in der ganzen Bundesrepublik einzelne Veranstaltungen wie Konzerte, Märkte oder Gewerbeschauen abgesagt. Im Landkreis Nienburg ist mit der Absage der Gewerbeschau in Rehburg am Dienstag eine erste Konsequenz gezogen worden.

Am Mittwoch legt die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) nun nach: „Ich habe entschieden, einen Erlass an die Gesundheitsbehörden herauszugeben, der die grundsätzliche Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorsieht. Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen in Niedersachsen gehen vor“, erklärt sie am Nachmittag bei einer Pressekonferenz in Hannover. 

Landkreis Nienburg: Veranstaltungen durch land Niedersachsen abgesagt

Wie lange der Erlass Bestand hat, hat die Ministerin nicht bekanntgegeben. Bis auf weiteres werden damit voraussichtlich alle Großveranstaltungen im Land Niedersachsen und damit auch im Landkreis Nienburg abgesagt. In den kommenden Wochen sind das neben der gestrichenen Wirtschaftsschau in Rehburg etwa die Gewerbeschau "Kieken un Köpen" in Großenvörde sowie der Frühjahrsmarkt der Stadt Nienburg Anfang April. 

Der Erlass ergehe etwa, um die jeweiligen Behörden von einem Großteil der Prüfungslast im Einzelfall zu entlasten, erklärt Ministerin Reimann: „Ich weiß, dass alle diese Aufgabe mit großer Verantwortung wahrnehmen. Mit dem heutigen Beschluss geben wir den Menschen in Niedersachsen, aber auch den Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern vor Ort mehr Sicherheit.“ Erst am Montag hatte die Gesundheitsministerin den Ämtern per Erlass klare Kriterien für die Absage von Veranstaltungen an die Hand gegeben. Die örtlichen Gesundheitsbehörden sollten individuell prüfen, ob eine Absage demnach nötig sei. 

Diese Richtlinien seien nach wie vor gültig, betont Reimann: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern prinzipiell harmlos seien. Alle Veranstaltungen in Niedersachsen stehen auf dem Prüfstand. Die Gesundheitsbehörden bleiben dafür verantwortlich, vor Ort auch kleinere Veranstaltungen konkret zu prüfen, gegebenenfalls abzusagen oder für ihre Durchführung Auflagen zu formulieren.“

Landkreis Nienburg: Reisende vom öffentlichen Leben ausgeschlossen

Zudem habe das Gesundheitsministerium In Hannover bereits am Dienstag für Reiserückkehrer aus erklärten Risikogebieten Betretungsverbote für gewisse Einrichtungen verfügt. Reimann dazu: „Es geht dabei beispielsweise um Kitas, Schulen, aber auch Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime sowie Hochschulen. Wir tun alles dafür, dass sich das Virus durch den Eintrag aus Risikogebieten in Niedersachsen nicht noch weiter verbreitet.“ Der Landkreis Nienburg hat diese Handlung in einer Allgemeinverfügung übernommen

Aufgrund des dynamischen Infektionsgeschehens im Zusammenhang mit dem Corona-Virus warnt die niedersächsische Gesundheitsministerin: „Wir haben den Höhepunkt noch nicht erreicht. Ich appelliere an die Bürgerinnen und Bürger, ihren Teil dazu beizutragen, dass sich das Virus nicht weiter verbreitet. Achten Sie auf eine strenge Handhygiene und meiden Sie große Menschenmengen, insbesondere wenn Sie den Verdacht haben, erkrankt zu sein. Die Gesundheit aller geht vor.“

Ursprüngliche Meldung vom 10. März: Corona-Virus: Rehburg-Loccum sagt Wirtschaftsschau ab

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann hat die Landkreise und kreisweiten Städte angewiesen, aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus alle Veranstaltungen auf ihrem Gebiet zu prüfen.

Immer gut besucht: In diesem Jahr müssen die Menschen allerdings auf die Wirtschaftsschau in Rehburg-Loccum verzichten.

Landkreis Nienburg und Veranstalter treffen Entscheidungen

Das macht der Landkreis Nienburg derzeit. Aber auch die Veranstalter treffen Entscheidungen: Gestern sagte Rehburg-Loccums Bürgermeister Martin Franke in Absprache mit dem Landkreis die Wirtschaftsschau in Rehburg-Loccum ab. Sie hätte vom 20. bis 22. März stattfinden sollen. Das berichtet Landkreissprecher Cord Steinbrecher auf Blickpunkt-Nachfrage.

Zwei Wochen später: "Kieken un Köpen" sowie Nienburger Frühjahrsmarkt

Zwei Wochen nach der Wirtschaftsschau stehen mit dem Frühjahrsmarkt in Nienburg und der Gewerbeschau „Kieken un Köpen“ in Großenvörde die nächsten großen Events am ersten April-Wochenende im Landkreis Nienburg an. „Mit diesen beiden Veranstaltungen werden wir uns zeitnah beschäftigen“, erklärt Steinbrecher. Bis dahin könne sich die Gesamtsituation bereits wieder geändert haben.

Am Dienstag sagte Bürgermeister Martin Franke die Gewerbeschau für dieses Jahr ab.

„Es wird keine pauschalen Absagen geben“, betont der Landkreissprecher. Der Landkreis werde sich sehr differenziert mit dem Thema beschäftigen und jede Veranstaltung einzeln prüfen. Grundsätzlich werde der Landkreis immer das mildeste Mittel einsetzen. So sei zum Beispiel denkbar, dass innerhalb einer Veranstaltung einzelne Events, wie ein Party-Abend, abgesagt werden.

Gesundheitsministerin Reimann ist gegen pauschale Absagen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Wochenende gefordert, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Niedersachsens Gesundheitsministerin Reimann ist gegen pauschale Absagen, allerdings sagte sie: „Angesichts der dynamischen Entwicklung in Italien, Frankreich und steigenden Fallzahlen in Deutschland werden wir die Landkreise und kreisfreien Städte anweisen, alle Veranstaltungen auf ihrem Gebiet auf den Prüfstand zu stellen und kritisch zu hinterfragen, ob sie angesichts der derzeitigen Lage stattfinden können.“

Großenvörde nur wenige Kilomter von Landesgrenze entfernt

Wenn bei Großveranstaltungen eine hohe Wahrscheinlichkeit bestehe, dass Menschen aus Risikogebieten oder Regionen mit vielen Erkrankten anreisten, sollten diese im Zweifel abgesagt werden, sagte Reimann. In Nienburg wäre davon vor allem der Südkreis aufgrund seiner Nähe zu Nordrhein-Westfalen betroffen. Großenvörde liegt nicht einmal fünf Kilometer von der Landesgrenze entfernt.

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