Der nächste Bahnhof war Geschichte

Auch Landesbergen schloss

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Auch am Bahnhof in Landesbergen halten keine Züge mehr.

LANDESBERGEN - Von Heinz-Dieter Hische. Es liegt schon einige Jahre zurück. Die Verlagerung des Personenverkehrs auf die Straße stand für die Bahnstrecke Nienburg-Minden vor seinem Abschluss. Schon bald sollte kein Zug mehr auf der gesagten Strecke halten.

Es sollten vom gleichen Zeitpunkt an zwar vier Eilzüge mehr den Raum Hamburg-Bremen auf dieser Linie mit dem Ruhrgebiet und Frankfurt verbunden werden. Der damit verbundene geringere Bedarf an Personal und Raum sollte vermutlich noch in diesem Jahr vom Abriss der Bahnhöfe Schäferhof und Langendamm führen. Für die 90er Jahre war geplant, den Schienenverkehr dieser Strecke von einem Punkt aus zu überwachen und zu steuern. So könnte man auch auf die Bahnhöfe Estorf und Landesbergen ganz verzichten.

Bahnhof Landesbergen: Heinrich Völlers vom Bahnhof Leese sah in dem Ende der Nahverkehrsära auf der Strecke Nienburg – Minden keine Nachteile für die Kunden. Durch die vier zusätzlichen Eilzüge des Jahres ab Juni und die Busverbindungen sollte das Angebot der Bahn den Bedürfnissen der damaligen Zeit besser angepasst sein als bisher. Zu diesem Zeitpunkt war noch ungeklärt wie die Zukunft des Bahnhofsgebäudes in Landesbergen und Estorf aussieht. Beide befanden sich in einem guten Zustand, ihre Wohnungen waren vermietet. Im Vergleich dazu waren die Bahnhöfe Langendamm und Schäferhof eher Schandflecken in idyllischer Umgebung. Die vom Bautyp gleichen Bahnhöfe an der Strecke wurden in den 20er Jahren errichtet. Die kleine Serie endet mit dem nächsten Bahnhof am kommenden Wochenende.

Auch in kommenden Ausgaben sollen im BlickPunkt zum Sonntag wieder historische Stadtbilder zu sehen sein, verbunden natürlich mit der aktuellen Ansicht. Eine Aktion, die selbstverständlich für alle BlickPunkt-Leser geöffnet ist. Sie haben auch eines dieser schönen historischen Fotos? Und wissen möglicherweise eine nette Begebenheit zu dem jeweiligen Motiv zu berichten? Dann am besten mit der BlickPunkt-Redaktion unter Tel. 05021/960831 in Verbindung setzen oder gleich vorbeischauen beim BlickPunkt an der Langen Straße 3. Es wäre doch zu schade, wenn die vielen Eindrücke der Zeitzeugen aus der jüngeren Nienburger Vergangenheit verloren gingen.

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