Die „Kleine Drakenburger Straße“

Lange nicht befestigt trotz Bewohnung

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Die Ecke der heutigen Kleinen Drakenburger Straße und der Verdener Straße früher.

Nienburg - Von Heinz-Dieter Hische. Parallel zur Großen Drakenburger Straße, die von Nienburg – früher – nach Drakenburg führte, gibt es die „kleine Schwester“, die Kleine Drakenburger Straße, inzwischen auch schon seit Jahrhunderten.

Beide Straßen sind bereits auf alten Landkarten zu finden. Diese Straße wurde angelegt, damit die Nienburger Ackerbürger, besser und schneller zu ihren Ländereien und Gärten und zum Galgenberg gelangen konnten. Mit dem Bau der vielen Fabrikanlagen in der Nordertorsfeldmark von der Mitte des letzten Jahrhunderts an, bekam der „Große Drakenburgerweg“ so war seine offizielle Bezeichnung, als Zuwegung für die Industriewerke eine größere Bedeutung. Der „Kleine Drakenburgerweg“ hingegen blieb von dieser Entwicklung unberührt.

so sieht die Ecke heute aus.

Um das Jahr 1880 standen kaum zehn Häuser an diesem Weg. Obwohl das Hauptproduktionsbüro der Nienburger Leimfabrik an diesem Weg lag, hatte dieses Werk seine Zuwegung doch vom „Großen Drakenburgerweg“ her, der schon in der Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gepflastert worden war. Der „Kleine Drakenburgerweg“ hingegen blieb auch weiterhin ein Feldweg, der bei schlechtem Wetter kaum passierbar war. Kurz vor der Jahrhundertwende wurde der zu Stadt hin gelegene Teil des „Kleinen Drakenburgerweges“ für Bauinteressenten sehr interessant. Dort konnte man in der Nähe der Stadt, ruhig wohnen, denn Fuhrwerke benutzten überwiegend die „Große Drakenburger Straße“.

So sieht die Straße heute aus.

1925 standen an der Kleinen Drakenburger Straße, amtlich gesehen, bereits 20 Häuser und in den folgenden Jahren kamen noch viele hinzu. Das staatliche Forstamt hatte hier sein Domizil. Willi Reßmeyer baute dort seine Druckerei auf und aus. Auch der Nienburger Geschäftsmann Hermann Wehmeyer und der städtische Veterinärrat Walter Kormann, bauten dort ihre Häuser.

Bis zum Jahr 1929 blieb diese Straße unbefestigt. Erst danach bekam ein Teil der Verdener Straße bis hin zur Schlachthofstraße einen Bürgersteig und eine feste Straßendecke, die nach dem Zweiten Weltkrieg einen moderneren Belag erhielt. Es dauerte noch einige Jahre, bis der restliche Teil dieser Straße vollkommen ausgebaut und mit einem festen Belag versehen wurde.

Der Name dieser Straße erinnert aber auch heute noch daran, dass Nienburger und Drakenburger diese Straße benutzten, um von der Stadt zum „Burgflecken Drakenburg“ oder in umgekehrter Richtung nach Nienburg zu kommen.

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