Über die Geschichte eines Autohauses

Aus der kleinen Scheune...

Ein Bild aus vergangenen Tagen: das beleuchtete Autohaus auf einer Postkarte.

NIENBURG - Von Heinz-Dieter Hische. Man schrieb das Jahr 1931, als ein 26 Jahre alter Autofachmann in einer umgebauten Scheune, in der Nienburger Weserstraße. damit begann, Kraftfahrzeuge instand zusetzen.

Doch nachdem das erste Anwesen zu klein geworden war, erwarb Heinrich Reinmold sen. ein Grundstück, an der Hannoverschen Straße 15 und errichtete dort seinen modernen Reparaturbetrieb mit Tankstelle. Bereits 1934 übernahm er unter dem damaligen Firmennamen „Nienburger Autodienst“ eine Generalvertretung der Adam Opel AG. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten – noch im ersten Jahr waren es 19 Neuwagen, die einen Käufer fanden. Schon bald erkannten vor allem Geschäftsleute die Vorteile eines Automobils, das im Bedarfsfall mit einer Anhängerkupplung ausgestattet werden konnte.

Etwa hier stand das Autohaus einst.

Bekannte Produkte der Opel AG fanden eine große Anhängerschaft: der P4, dem 1936 der „Olympia“ und der „Kadett“ folgten. Diese Pkw gehörten ebenso in das Verkaufsprogramm der Firma Reinmold wie die späteren Modelle „Admiral“ und „Kapitän“. Das Unternehmen „Heinrich Reinmold“ expandierte. Schon 1948 beschäftigte es 100 Mitarbeiter und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis das Betriebsgelände , die Grenze seiner Kapazität erreicht haben würde. In weiser Voraussicht entschloss man sich, das spätere Betriebsgrundstück in der Hannoverschen Straße l54 zu erwerben. 98 Tage betrug die Bauzeit, dann konnte im Januar 1950 eine dort gebaute Großtankstelle und eine Fernfahrer - Raststätte eingeweiht werden, sowie anschließend der Neubau einer Lkw-Reparaturwerkstatt.

Im Jahre 1952 war es dann tatsächlich soweit, die Räume in der Hannoverschen Straße 15 waren dem Umfang des Betriebes nicht mehr gewachsen. Durch den Um- und Erweiterungsbau entstand ein großflächig verglaster Ausstellungsraum und ein Kundendienst – Betriebsgebäude, das zu den modernsten seiner Zeit gehörte. Doch es sollte ganze sieben Jahre dauern, bis auch diese Reserven erschöpft sein sollten. 1959, zum 25jährigen Betriebsjubiläum, wurde der Plan eines Neubaus in der Hannoverschen Straße 154 in die Tat umgesetzt. Von da ab vollzog sich etappenweise der Umzug des Autohauses Reinmold.

Wie es weiterging soll im nächsten BlickPunkt zum Sonntag zu lesen sein.

Auch in kommenden Ausgaben sollen im BlickPunkt zum Sonntag wieder historische Stadtbilder zu sehen sein, verbunden natürlich mit der aktuellen Ansicht. Eine Aktion, die selbstverständlich für alle BlickPunkt-Leser geöffnet ist. Sie haben auch eines dieser schönen historischen Fotos? Und wissen möglicherweise eine nette Begebenheit zu dem jeweiligen Motiv zu berichten? Dann am besten mit der BlickPunkt-Redaktion unter Tel. 05021/960831 in Verbindung setzen oder gleich vorbeischauen beim BlickPunkt an der Langen Straße 3. Es wäre doch zu schade, wenn die vielen Eindrücke der Zeitzeugen aus der jüngeren Nienburger Vergangenheit verloren gingen.

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