Bilanz der Freiwilligen Feuerwehren Nienburgs / 13 000 Stunden Fortbildung

Deutlich mehr Brandeinsätze

Nienburg - Die Ortsfeuerwehr Nienburg zog jetzt ihr Resümee für 2012. Ortsbrandmeister Harald Ellermann berichtete von 220 Einsätzen, die sich in 101 technische Hilfeleistungen und 119 Brandeinsätze aufschlüsseln – ein Plus von 24 Einsätzen zum Vorjahr.

Neben kuriosen Einsätzen wie etwa die B 6 von 8 000 Liter Milch zu befreien oder der Suche eines Schafbockes im Waldgebiet Krähe, hob Ellermann auch den Großbrand bei der Firma Hartje in Hoya hervor. Dort habe sich gezeigt, dass ein gutes Miteinander mit anderen Feuerwehren im Landkreis förderlich sei.

Nicht nur das „Einsatzgeschäft“ seien eine Herausforderung im vergangenen Jahr gewesen, sondern auch die Aus- und Fortbildungsdienste gehörten zum Tagesgeschäft der ehrenamtlichen Kräfte. Dafür leisteten die Mitglieder rund 13 000 Stunden in 2012.

Wie breit aufgefächert die Aufgaben der Feuerwehren sind, zeigt auch die Brandschutzerziehungsaktion. Dabei haben die Initiatoren zirka 700 Kinder und Erwachsene mit der Arbeit der Feuerwehr vertraut gemacht sowie vorbeugende Brandschutzregeln erläutert. Ein weiteres Element, um auf die Arbeit der Feuerwehren hinzuweisen, soll die neue Internetseite sein. Außerdem möchten die Verantwortlichen mit der Präsenz im Netz und Flyer-Aktionen gezielter Mitgliederwerbung betreiben, erklärte Marc Henkel.

Turnusgemäß galt es, die Zusammensetzung des Ortskommandos neu zu wählen. Die bisherigen Gruppenführer Ralf Bergmann, Dirk Klauenberg und Jürgen Schneider werden in Zukunft von Marc Henkel unterstützt. In ihren Ämtern bestätigt wurden Wolfram Müller und Bernd Passe als Zugführer, Lars Lüddecke als Vertrauensperson, Laura Haase als Jugendfeuerwehrwartin, Tobias-Ingo Sperling als Schriftwart sowie Dieter Schmitz als Sicherheitsbeauftragter. Harald Ellermann dankte dem ausscheidenden Gruppenführer Ralf Bohnhorst für sein jahrelanges Mitwirken im Ortskommando.

Stadtbrandmeister Wilhelm Schlemermeyer zeigte sich erfreut darüber, dass trotz der hohen Belastung durch die Vielzahl der Einsätze, die Feuerwehr Zeit gefunden hatte, an Veranstaltungen auf Stadt- und Kreisebene teilzunehmen. Auch die Zusammenarbeit der Nienburger Ortsfeuerwehr mit den anderen Stadtteilen sei lobenswert.

Daran knüpfte Kreisbrandmeister Bernd Fischer an: „Eine Truppe, auf die man sich verlassen kann“, lobte Fischer die professionelle Arbeit der Nienburger Feuerwehrleute. 220 Einsätze und mehr als 13 000 Arbeitsstunden seien ein Beispiel dafür, was ehrenamtliche Arbeit ausmachen kann. Für solch ein Einsatzaufkommen würden in anderen Bundesländern hauptamtliche Feuerwehrleute eingestellt werden, so Fischer.

Ein großes Dankeschön übermittelte Fischer vom Inhaber der Firma Hartje aus Hoya. Der Einsatz der Nienburger Brandschützer beim Großbrand im vergangenen Jahr habe auch dazu beigetragen, dass kein größerer Schaden für die Firma entstanden sei.

Der Kreisbrandmeister wagte auch noch einen Ausblick auf das gerade begonnene Jahr. Als besonderen Termin erwähnte Fischer das erste Augustwochenende. Denn dann steht die Fahrradtour des Landesfeuerwehrverbandes mit mehr als 1 000 Radlern im Landkreis Nienburg auf dem Programm.

Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes stellte in seinem Grußwort nicht nur die guten Feuerwehrleistungen bei Einsätzen in den Vordergrund. Er lobte vor allem, dass die Jugendfeuerwehr stets darum bemüht sei, neuen Nachwuchs zu gewinnen. Dies dürfte von den Bürgern nicht als selbstverständlich angesehen werden.

Quelle: kreiszeitung.de

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