Dartturnier mit 70 Teilnehmern

Dorfgemeinschaftshaus Schweringen wird zum „Ally Pally“

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Der Sieger Christoph Bargmann (Mitte) und der Zweitplatzierten Sepp Kemser (links) erhielten von Organisator Sebastian Bach ihre Gewinne.

Schweringen – Nachdem vor wenigen Tagen die Darts-Weltmeisterschaft im Londener Alexandra Palace, kurz „Ally Pally“, zu Ende gegangen und mit dem Topfavoriten und nunmehr dreimaligen Weltmeister Michael van Gerven aus den Niederlanden einen souveränen Sieger gesehen hat, fand mit dem zweiten offenen Schweringer Dartturnier am Freitag ein weiteres bedeutendes Darts-Ereignis auch in unserer Region statt.

Der im englischen Sprachraum seit jeher sehr populäre Sport boomt auch hierzulande seit einigen Jahren beträchtlich, nicht zuletzt aufgrund der zunehmend live im TV übertragenen Großereignisse. Ehemals als ein in verräucherten Kneipen betriebener Zeitvertreib belächelt, gewinnt das Pfeilewerfen auch in Deutschland immer mehr Anhänger, wie die Einschaltquoten im Fernsehen, aber auch die steigenden Umsätze beim Verkauf des notwendigen Equipments (Scheiben und Pfeile) sowie der unverminderte Zulauf in den Vereinen deutlich machen.

Darts ist vereinfacht ausgedrückt, ein höchste Konzentration und Geschicklichkeit erfordernder Präzisionssport, bei dem zwei Spielern abwechselnd nacheinander drei Pfeile (Darts) von einer 2,37 Meter entfernten Grundlinie (Oche) auf eine in 1,73 Meter Höhe aufgehängte runde Scheibe (Board) werfen. Diese hat einen Durchmesser von etwa 45 Zentimetern und ist in verschiedene Segmente aufgeteilt, wobei ein jedes Feld in Abhängigkeit von seinen Abmessungen eine bestimmte Punktzahl repräsentiert. 

Sieger eines Durchgangs (Leg) ist, wer als Erster 301, meist aber 501 Punkte, auf null heruntergespielt hat, wobei die Punktzahlen der jeweils getroffenen Felder vom Ausgangswert abgezogen werden. Je nach Turnier können mehrere Legs zu einem Satz beziehungsweise mehrere Sätze zum Gesamtmatch zusammengefasst werden. Die großen Veranstaltungen, wie etwa die Weltmeisterschaft, werden von den häufig originell kostümierten Zuschauern in der Regel als stimmungsvolle und feuchtfröhliche Partys gefeiert.

Zwar hat Schweringen kein „Ally Pally“, dafür aber ein Dorfgemeinschaftshaus (DGH), wo sich am Freitagabend vom Einsteiger bis zum Vereinsspieler immerhin 70 Dartsbegeisterte eingefunden hatten. Turnierorganisator Sebastian Bach war gemeinsam mit einigen Gleichgesinnten in der Vorwoche eigens nach London gereist, wo er bei der WM viele neue Eindrücke und Erfahrungen sammeln, aber auch ein passendes, nicht zu übersehendes Outfit erwerben konnte.

Nach seiner kurzen Begrüßungsansprache gingen dann die Teilnehmer zunächst in der Vorrunde in zehn Gruppen mit jeweils sieben Spielern nach dem Modus „jeder gegen jeden“ auf Punktejagd und trafen dabei manches „Double“, „Triple“ und sogar das in der Boardmitte befindlich „Bulls-Eye“. Das Herunterzählen der Punkte wurde meist mittels einer speziellen App auf dem Smartphone des jeweiligen „Callers“ vorgenommen. 

In der Schlussrunde der besten 32 wurde dann in den K.o.-Modus gewechselt, aus dem nach über sechs Stunden Gesamtspielzeit schließlich Christoph Bargmann aus Bramsche als Sieger hervorging, der im Finale den Zweitplatzierten Sepp Kemser bezwingen konnte. Dritter wurde Phil Curtis vor Matthias Hansch. Sie, aber auch die Nächstplatzierten, konnten bei der Siegerehrung Geschenkkisten mit regionalen Produkten in Empfang nehmen.

Organisator Sebastian Bach zeigte sich im Anschluss mehr als zufrieden mit der Ausrichtung und dem reibungslosen Ablauf. Er freute sich besonders über den zahlreichen, von vielen Seiten geäußerten Zuspruch und sagte gleichzeitig zu, auch im kommenden Jahr wieder ein Dartturnier in Schweringen auszurichten. Wer weiß, vielleicht können dann sogar schon Teilnehmer im dreistelligen Bereich begrüßt werden. Die diesjährige Veranstaltung macht allemal Vorfreude auf mehr.

Quelle: kreiszeitung.de

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