Hoyerhäger Rat stimmt für B-Pläne

Drei Bauplätze an der Kanalstraße

Hoyerhagen - Von Vivian Krause. Drei neue Bauplätze entstehen an der Kanalstraße in Hoyerhagen. Den Bebauungsplan (B-Plan) „Kanalstraße“ beschloss der Rat der Gemeinde unter Berücksichtigung der fünf eingegangenen Stellungnahmen verschiedener Behörden in seiner jüngsten Sitzung im örtlichen Dorfgemeinschaftshaus einstimmig.

Der Kaufpreis für die Grundstücke wird auf 20 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Die Grundstücke sind je 1 032 Quadratmeter groß. Es gebe laut dem stellvertretenden Gemeindedirektor Peter Bruns bereits zwei Reservierungen. Einer von den Interessenten war als Gast in der Ratssitzung und erkundigte sich nach der Vorgehensweise in Bezug auf die Vergabe der Plätze. „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, sagte Bürgermeister Henning Thorns (WG).

Zudem legte der Rat fest, dass das Grundstück innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des Kaufvertrags mit einem bezugsfertigen Wohnhaus zu bebauen ist. „Bei einem Verstoß hiergegen steht der Gemeinde Hoyerhagen ein Wiederkaufsrecht zu. Der Wiederkaufspreis beträgt 90 Prozent des Verkaufspreises“, heißt es in der Beschlussvorlage der Verwaltung. Gestaltungsvorgaben gibt es nicht. Zuvor hatten die Ratsherren über die Vorschläge vom Planungsbüro zu folgenden Themen diskutiert: Dachneigung, Farbgebung der Dachflächen und Einfriedung. „Nach meiner Ansicht kann man auf die Vorgaben verzichten“, sagte Stefan Buchholz (WG). Wieso die Farben der Ziegel nur auf Rot und Braun beschränken?, fragte Marco Castens (WG). „Was ist mit Schwarz?“ Dem zukünftigen Besitzer des Hauses eine Farbe für das Dach vorzugeben, konnte Carsten Borstelmann (WG) nicht nachvollziehen. Dirk Krebs (SPD) plädierte für den Verzicht von Kies auf Beetflächen. Das käme einer Versiegelung gleich. Schließlich entschieden sich die Ratsmitglieder gegen Vorgaben.

Der Rat stimmte zudem für die zweite Änderung des B-Plans „Am Vorberge“. Das heißt: Für den Bereich nördlich der Straße Vor dem Kahlenberge erhöht sich die Grundflächenzahl von bislang 0,2 auf 0,3. Der Wert gibt an, wie viel Fläche eines Grundstücks bebaut werden darf. Eine Grundflächenzahl von 1 würde 100 Prozent entsprechen, bei 0,3 dürfen also 30 Prozent bebaut werden. Laut dem B-Plan-Entwurf hat sich gezeigt, dass die im Plangebiet für den nördlichen und nordwestlichen Teil festgesetzte Grundflächenzahl von 0,2 zu gering bemessen ist, um eine der heutigen Zeit entsprechende Bebauung (altengerecht, ebenerdig) zu ermöglichen. Die Grundflächenzahl wird durch die Erhöhung auf 0,3 im Zuge der Änderung für das gesamte Plangebiet „Am Vorberge“ vereinheitlicht.

Quelle: kreiszeitung.de

Rubriklistenbild: © dpa

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