Messe in Eystrup kommt gut an 

Einbruchschutz lockt Besucher

Volles Haus im Alten Güterschuppen: Das Thema „Einbruchschutz“ interessierte am Sonntag viele. - Foto: Marion Thiermann

Eystrup - Von Marion Thiermann. Von aufgebrochenen Türen und Fenstern, gestohlenem Schmuck und Bargeld hört und liest man immer wieder. Regen Anklang fand deshalb die gestrige Messe „Tag des Einbruchschutzes“ im Alten Güterschuppen in Eystrup. Die Organisatoren vom Heimatverein freuten sich über die gute Resonanz. Die Besucher, egal ob Hausbesitzer, -bewohner oder Firmenmitarbeiter bekamen allerhand Informationen, wie man sich gegen einen Einbruch schützen kann.

Die Tischlerei Nösel aus Hämelhausen und Fenster und Türen Sievers aus Haßbergen zeigten und berieten über einbruchsichere Fenster und Türen. Über Sicherheitstechnik wie Kameras und über Einbruchmeldeanlagen informierten Elektro Gösche und Lühring aus Eystrup sowie AGT Michael Linkersdörfer und Comp-Pro aus Drakenburg.

Darüber wie Einbrecher vorgehen und wie man sich am wirksamsten schützen kann, sprach Polizei-Hauptkommissar Dietmar Scholz in einem Vortrag, den er mehrfach hielt. Demnach trägt nur einer von 215 Tätern eine Schusswaffe, Einbrecher sind oft vorbestraft, und Gelegenheitstäter stammen meistens aus der näheren Umgebung.

Einbrecher gehen oft Objekte in Alleinlage oder auf uneinsehbaren Grundstücken an, weil das Risiko von Zeugen dort gering ist. Ins Haus gelangen sie in der Regel durch das Aufhebeln von Türen oder Fenstern im Erdgeschoss, aber auch durch Garagen oder den Keller. Das Aufhebeln ist eine Sache von zehn Minuten. Sind die Täter erst im Gebäude, haben sie in fünf Minuten alles erledigt, sagte Scholz.

Während einer Abwesenheit sollte man Türen und Fenster verschließen und keine Schlüssel im Außenbereich deponieren. Auch sollte man bei Familienanzeigen in der Zeitung auf eine postalische Anschrift verzichten, genau wie auf einen Adresseintrag im Telefonbuch.

Vor allem, wenn man in den Urlaub fährt, sollte man für den Eindruck sorgen, dass das Haus bewohnt ist, zum Beispiel durch eine mit Zeitschaltuhren gesteuerte Beleuchtung oder mittels eines „Haussitters“ aus dem Bekanntenkreis.

„Posten Sie keinesfalls eine Abwesenheit bei Facebook, dies könnte dazu führen, dass die falschen Leute mal nach dem Rechten sehen“, warnte Scholz.

Sinnvoll sei es, den Nachbarn bei Abwesenheit Bescheid zu geben, denn viele Einbrüche werden durch aufmerksame Nachbarn verhindert oder aufgeklärt.

Wer sein Haus einbruchsicherer machen möchte, kann dafür günstige Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Die Maßnahmen müssen von einer Fachfirma ausgeführt werden, und die Kunden sollten auf die Aushändigung einer Montagebestätigung bestehen, sagte der Hauptkommissar. Weiter erklärte er: Einbruchmeldeanlage und Videoüberwachung verhindern keinen Einbruch, sie melden ihn nur.

Damit die Einbrecher gar nicht erst ins Haus gelangen, werden geprüfte Fenster und Türen nach der Norm RC 2 mit einer Pilzkopf-Verriegelung empfohlen und dazu eine durchwurfhemmende Verglasung nach DIN 356 und abschließbare Griffe an Fenstern und Türen nach DIN 18104-1.

Polizei-Hauptkommissar Dietmar Scholz berät kostenlos zum Thema Einbruchschutz. Er ist zu erreichen unter Telefon 05021/9778108 und per E-Mail an dietmar.scholz@ polizei.niedersachsen.de.

Quelle: kreiszeitung.de

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