Polizei informiert zum „Tag des Einbruchschutzes“ 

Einbrüche im Landkreis Nienburg: Trotz Rücklauf auf hohem Niveau

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Mit einfachen Mitteln können sich Einbrecher Zugang zu einem Haus verschaffen.

Nienburg - von Leif Rullhusen.  Der Trend lässt hoffen. Seit Jahren nehmen die Wohnungseinbrüche im Landkreis Nienburg ab. Doch die absoluten Zahlen sind weiterhin sehr hoch. 

Einbrüche sind für die Opfer ein doppelter Schock. Neben dem Verlust von materiellen Werten müssen sie auch verkraften, dass jemand in ihre Privatsphäre eingedrungen ist. 203 Mal waren Kreis-Nienburger im vergangenen Jahr davon betroffen.

Die gute Nachricht: Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Landkreis Nienburg ist seit einigen Jahren rückläufig. Die Schlechte: Mit 171 Fällen auf 100 000 Einwohnern im vergangenen Jahr sind die Menschen in Nienburg im Bundesvergleich überdurchschnittlich häufig Opfer von Einbrechern. Eine sogenannte Häufungszahl von über 150 bezeichnet die Einbruchschutz-Initiative „Nicht bei mir“ als auffällig.

Polizei informiert am "Tag des Einbruchschutzes"

Damit der positive Trend anhält, nimmt Nienburgs Polizei die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit in diesem Jahr erneut zum Anlass, vor möglichen Wohnungseinbrüchen zu warnen. Unter dem Motto „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit“ wollen die Ordnungshüter im Rahmen des „Tages des Einbruchschutzes“, der jährlich am Tag der Zeitumstellung stattfindet, über mögliche Schutzmaßnahmen informieren. Am Samstag, 26. Oktober, wird die Polizei mit einem Präventionscontainer auf dem Nienburger Wochenmarkt anwesend sein. „Während des gesamten Markttages informieren durchgehend mehrerer Kollegen über das Thema Einbruchschutz“, berichtet Nienburgs Polizeisprecher Axel Bergmann. Neben Informations- und Anschauungsmaterial bekommen Interessierte dort zudem jede Menge praktische Tipps. Jedes Jahr zum "Tag des Einbruchschutzes" plant die Polizeiinspektion Präventionsaktionen.

Die rückläufigen Einbruchzahlen im Landkreis seien „auf einen Strauß an Maßnahmen“ zurückzuführen, erklärt Bergmann. Neben einer erfolgreichen Präventionsarbeit hätten die „gezielten Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität“ Wirkung gezeigt. Hinzu komme, dass die Spurensuche inzwischen sehr intensiv und qualitativ hochwertig sei. Auch die Menschen seien wachsamer geworden. „Wir bekommen viel häufiger Anrufe von Bürgern, denen zum Beispiel fremde Fahrzeuge in der Nachbarschaft auffallen“, erläutert der Polizeisprecher.

Jeder vierte Einbruch wird aufgeklärt

In den vergangenen fünf Jahren sank die Häufungszahl der Wohnungseinbrüche von 243 im Landkreis auf aktuell 171. Relativ konstant ist die Erfolgsquote der Nienburger Polizei geblieben. Knapp jeden vierten Wohnungseinbruch klären die Ordnungshüter auf. Im Vergleich mit den benachbarten Landkreisen schneidet die Mittelweserkommune trotz der positiven Entwicklung schlecht ab. In den direkt angrenzenden Kreisen Diepholz, Verden, Heidekreis, Minden-Lübbeke, Schaumburg und in der Region Hannover wurde im zurückliegenden Jahr, bezogen auf die Einwohnerzahl, mit einer Ausnahme weniger in Wohnungen eingebrochen. Am seltensten wurden die Schaumburger von Einbrechern heimgesucht (127), am häufigsten die Menschen in der Region Hannover (199).

Wer das Risiko eines Einbruches minimieren möchte, sollte in den niederbayrischen Landkreis Regen ziehen – dort kamen auf 100 000 Bewohner gerade einmal acht Einbrüche – oder sich einfach im Rahmen des „Tages des Einbruchschutzes“ auf dem Nienburger Wochenmarkt informieren und entsprechende Schutzmaßnahmen treffen.

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