Stadt Hoya übergibt Fördergeld an Praxis Arendt

Eine neue Ärztin da, eine andere folgt

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Bei der Übergabe des Förderbescheids in der Praxis Arendt: (von links) Anne Wasner, York Schmelter, Anja Zolleck, Heinz Arendt und Detlef Meyer.

Eystrup/Hoya - Von Michael Wendt. Allgemeinmediziner Dr. Heinz Arendt bekommt Geld, Eystrup wahrscheinlich eine neue Hausärztin und Hoya mittelfristig möglicherweise ein neues Ärztehaus. Das wurde während der Übergabe eines Förderbescheids an Arendt am Montag deutlich.

Dabei sagte Stadtdirektor Detlef Meyer, dass es in Eystrup für die Nachfolge von Albrecht Trittelvitz eine Kandidatin gibt, die ab Herbst praktizieren könnte. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVN) bestätigte dies gestern auf Nachfrage der Kreiszeitung, ohne einen Namen zu nennen.

Es handelt sich um eine Hausärztin, die derzeit ihre Facharzt-Ausbildung absolviert, sagte Ralf Meier, Geschäftsbereichsleiter für die vertragsärztliche Versorgung im KVN-Bezirk Verden. Er bestätigte, dass sie – wenn alles wie geplant läuft – ab Herbst in Eystrup praktiziert.

Das würde auch die Hoyaer Praxis von Heinz Arendt entlasten. Nachdem der Eystruper Hausarzt Albrecht Trittelvitz seine Praxis aufgrund gesundheitlicher Probleme im Januar geschlossen hatte, hat die Praxis Arendt rund 300 neue Patienten bekommen, sagt Arendt. 

Gut, dass er im November Anja Zolleck aus Syke als Ärztin angestellt hat. Die Mutter von drei minderjährigen Kindern arbeitet derzeit halbtags und möchte später einmal die Praxis übernehmen. Heinz Arendt (62) hat ihr besprochen, „dass ich bleibe, bis ihre Kinder aus dem Gröbsten raus sind“.

Ansiedlung wird unterstützt

„Es ist besonders lobenswert, wenn sich Ärzte in die Nachfolgersuche selbst einbringen“, sagte Detlef Meyer. Die Stadt versucht, die Ansiedlung neuer Ärzte mit Fördergeldern zu unterstützen. Seit vergangenem Jahr erhalten Mediziner, die sich neu in Hoya niederlassen, 40.000 Euro Zuschuss, Ärzte, die andere Mediziner anstellen, 20.000 Euro. Die gleichen Fördersätze bietet auch die Gemeinde Eystrup.

Detlef Meyer, Bürgermeisterin Anne Wasner und Wirtschaftsförderer York Schmelter begrüßten am Montag Anja Zolleck förmlich und überreichten Heinz Arendt den Förderbescheid über 20.000 Euro.

Für Detlef Meyer gehört zur Sicherung der ärztlichen Versorgung auch der Aufbau einer modernen, gut erreichbaren Infrastruktur. „Wir müssen über die Thematik Ärztehaus neu nachdenken“, sagte er. Es gelte, die richtige Lage und einen Investor für einen Neubau zu finden. „Denn das Bauen ist nicht unsere Aufgabe und auch nicht unsere Kernkompetenz“, sagte der Stadtdirektor.

Ein Kurz-Porträt von Anja Zolleck haben wir im November veröffentlicht.

Quelle: kreiszeitung.de

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