Praxisübergabe schon in wenigen Tagen

Eine neue Hausärztin für Liebenau

Hausärztin Liebenau Praxis
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Mit Abstand und Freude über den Gewinn einer neuen Ärztin für Liebenau (v.l.): Wirtschaftsförderer Christian Alvermann, Ralf Meier und Olga Fefer von der Kassenärztlichen Vereinigung, Lars und Dr. Nicol Hollmann, Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner, Nadine Schlier sowie Ortsbürgermeisterin Margit Schmidt.

Liebenau - von Johanna Ritter. Der Mangel an ärztlicher Versorgung in ländlichen Regionen ist ein Problem. Oftmals werden Praxen geschlossen und Nachfolger fehlen.

Eben dieses Schicksal hätte auch den Flecken Liebenau ereilen können. Daher machten sich Samtgemeindeverwaltung sowie kommunale Wirtschaftsförderung schon vor längerer Zeit auf die Suche nach einer Nachfolge für die Praxis des Allgemeinmediziners Dr. Hubert Schulte, der vor Ort seit über vierzig Jahren praktiziert und nun altersbedingt seine Tätigkeit niederlegt. Mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung, Bezirksstelle Verden, konnte die drohende Nichtbesetzung der langjährigen Praxis schließlich abgewendet werden. „Worüber die Gemeinde sehr glücklich ist“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Walter Eisner, „wobei die Bereitstellung von Fördermitteln mittlerweile eine Voraussetzung für eine Arztansiedlung im ländlichen Raum ist.“

Zum 1. Oktober legt Dr. Hubert Schulte die Geschicke seiner Praxis nun in die Hände von Dr. Nicol Hollmann, die sich ganz bewusst für eine Praxisgründung im ländlichen Raum entschieden hat. In Hildesheim aufgewachsen, führte ihr Lebensweg sie nach erfolgreichem Medizinstudium in Hannover, ans Städtische Klinikum Hildesheim, einer Lungenklinik in Sachsen und zuletzt als leitende Oberärztin ans Westpfalz-Klinikum in Rheinland-Pfalz. „Somit ist die allgemeinmedizinische Grundversorgung in Liebenau durch Frau Dr. Hollmann, mit profunder und beruflicher Erfahrung, hochkarätig gesichert“, ist sich Samtgemeindebürgermeister Eisner sicher, dem der Wirtschaftsförderer des Zweckverbandes Linkes Weserufer, Christian Alvermann mit „Es ist ein Glücksfall. Besser kann man nicht versorgt sein“, beipflichtete. Zudem setzt der Erhalt der ärztlichen Praxis auch für die kommunale Entwicklung positive Impulse. Dieses insbesondere in Bezug auf die Gewinnung von Neubürgern, des Fortbestehens der Apotheke im Ort, die Weiterentwicklung von Seniorenzentren im Standortwettbewerb zu anderen Kommunen.

Lars und Dr. Nicol Hollmann.

Doch ebenso wichtig, wie der Erhalt der Arztpraxen im ländlichen Raum, sei auch die Erreichbarkeit ebendieser, gibt der Geschäftsbereichsleiter der Vertragsärztlichen Versorgung der Kassenärztlichen Vereinigung, Bezirksstelle Verden, Ralf Meier zu bedenken. „Hier müssen sich Land, Kommunen und Kassenärztliche Vereinigung ihrer Verantwortung bewusst sein“, folgert Eisner.

Die Freude über das Fortbestehen der Arztpraxis war auch bei Liebenaus Ortsbürgermeisterin Margit Schmidt spürbar. Im Namen der Liebenauer Bürgerinnen und Bürger und der Ratskollegen begrüßte sie Dr. Nicol Hollman und ihren Ehemann Lars herzlich und beglückwünschte sie zu der Entscheidung, „den kleinen schmucken Ort Liebenau“, als neuen Lebensmittelpunkt ausgewählt zu haben sowie sich hier etablieren zu wollen. Einen Blumengruß zum Neuanfang überreichte Olga Fefer von der Kassenärztlichen Vereinigung, Bezirksstelle Verden.

Dr. Nicol Hollmann selbst, die zusammen mit Ehemann Lars erst diese Woche nach Liebenau gezogen ist, gibt preis, dass sie die Vorstellung nach Liebenau zu ziehen, sehr attraktiv gefunden habe. Außerhalb ihrer beruflichen Tätigkeit ist sie gern mit dem Rad oder mit Laufschuhen unterwegs. „Und auch der Weg zur Nordsee oder in ihre Hildesheimer Heimat, ist von Liebenau aus nicht weit“, sagt sie. Auf den nun anstehenden Neubeginn freut sie sich und bringt dies mit den Worten „ Mit vielen interessanten Patienten mit verschiedenen Krankheitsbildern beschäftigt zu sein, ist genau mein Ding“, zum Ausdruck.

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