Katharinenmarkt am 16. und 17. September

Eine Reise durch die Zeit

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Der Katharinenmarkt lässt das Mittelalter für ein Wochenende wieder aufleben.

Hoya - Wenn Gaukler und Ritter, Graf und Gräfin, Erzbischof und Braumeister über die Straßen Hoyas ziehen, dann ist wieder Katharinenmarkt in der historischen Altstadt. Eine Zeitreise der besonderen Art kann erleben, wer sich am 16. und 17. September auf den Weg in die Grafenstadt macht.

Dann werden die Besucher zurückversetzt in das Jahr 1428. Die Organisatoren bieten bei einem Mittelaltermarkt, einem Kulturspektakel und Ritterkämpfen Einblicke in die Geschichte. Zum vierten Mal laden sie an die Martinskirche und in den Bürgerpark ein, vorher fand die Veranstaltung in der Innenstadt statt. Die Trosse des Event-Veranstalters Fogelvrei aus Hassel und des Vereins Ars Vivendi aus Martfeld halten mit Handwerkern und Ständen sowie mit Musikanten und Spielleuten Einzug in die Stadt. Und auch die Hoyaer Bürger zeigen dem staunenden Volk ihre Handwerkskunst, teilt Hans Soltau, Vorsitzender des ausrichtenden Vereins Katharinenmarkt zu Hoya mit.

Mittelalter-Begeisterte aus Böhmen treten als Ritter auf. Es geht bei ihren verwegenen Kämpfen mit Schwert, Axt und Morgenstern um die Gunst der Damen. Zudem zeigt ein Falkner eine Vorführung, und es gibt die Möglichkeit, Münzen zu prägen.

Schmied, Korbflechter, Drechsler, Töpfer und viele andere Handwerker zeigen, wie es zur Zeit der Grafen zugegangen ist. Dabei kann der Besucher auch selbst Hand anlegen.

Für die Kinder bieten die Organisatoren auserlesene historische Spiele, und „niemanden möge der Hunger zwicken oder ihm das Halsloch austrocknen“, sagt Hans Soltau. Er verkörpert an dem Wochenende Marktvogt „Hans von der Solt-Au“.

Los geht es am Samstag um 13 Uhr mit Fanfarensignalen. Niemand Geringeres als der hochedle Graf von Hoya, Otto III, wird um 14 Uhr den Markt in Augenschein nehmen. Der gestrenge Marktvogt eröffnet das Treiben zeremoniell, und die namensgebende Katharina von Hoya stimmt mit ihren Novizinnen ein frommes Halleluja an.

Zum Tanz trifft sich das Marktvolk um 16 Uhr und zum Tavernenspiel am Abend. Dann wird es laut dem Vorsitzenden gruselig, wenn die Pest ausbricht. Es gibt einen grausigen Umzug, bei dem die Pestkranken mit einem Karren abtransportiert werden. Gleich nachdem dieser die Stadttore passiert hat, rüsten die Gaukler zum Feuerspektakel. Sie zeigen wilde Tänze, Musik und wirbelnde Fackeln. Gefeiert wird bis in die Nacht hinein.

Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einer Messe sowie einer mittelalterlichen Hochzeit und Taufe in der Martinskirche. „Auf Glockenschlag elf (11 Uhr) öffnet am Tage des Herrn der Markt, und Handwerker gehen ihrer untadelhaften Arbeit nach, die Fleischhauer und Tavernenwirte stillen Hunger und Durst“, sagt Soltau.

Zudem startet eine Schatzsuche für Kinder. Dabei gilt es, Rätsel zu lösen. Mit dem Ruf des Nachwächters um 19 Uhr schließt der Markt.

Hans Soltau, Marktleiter Johannes Faget und die Vorsitzende vom Verein Ars Vivendi, Elke Osterhaus, freuen sich auf das Fest: „Hoya ist für uns stets etwas Besonderes, denn hier fing dereinst unsere Geschichte an – so kommen wir stets gerne wieder hierhin zurück.“

Geöffnet ist der Katharinenmarkt am Samstag von 13 bis 23 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet vier Euro pro Tag. Eine Tages-Familienkarte gibt es für zehn Euro. Kinder unter dem Schwertmaß von 90 Zentimetern zahlen nichts. Weitere Infos gibt es im Internet unter www.katharinenmarkt-hoya.de oder www.fogelvrei.de

Quelle: kreiszeitung.de

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