Im Notfall Karte zeigen

Einheitliche Notfallkarte für den Landkreis vorgestellt

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Vertreter der Initiatoren präsentieren die neue Notfallkarte. 

Landkreis - Von Max Brinkmann. Aus einer kleinen Idee vom Seniorenbeirat der Stadt Rehburg-Loccum ist innerhalb eines Jahres ein landkreisweites Projekt geworden: Die Notfallkarte. Eine faltbare Taschenkarte, in die alle wichtigen medizinischen Informationen des Trägers eingetragen werden können. 

So stehen diese im Notfall dem Rettungsdienst und später Klinikpersonal und Ärzten schnell und übersichtlich zur Verfügung.

Im vergangenen Jahr trat der Seniorenbeirat Rehburg-Loccum mit dieser Idee an den ASB. Ein Team gestaltete daraufhin die erste Notfallkarte. Anke Diekmann erklärt: „Wir haben 2 000 Karten drucken lassen und dachten, es wären zu viele – doch nach wenigen Tagen waren alle weg.“

Nachdem die Notfallkarte in Rehburg-Loccum so gut ankam, entstanden Pläne, sie im gesamten Landkreis zu verbreiten. Dazu schloss sich der ASB mit anderen Hilfsorganisationen (DLRG, Johanniter, DRK, THW), Helios, dem Kreisfeuerwehrverband und den Städten Nienburg sowie Rehburg-Loccum zusammen. Die Bollmann-Stiftung finanzierte das Projekt. Insgesamt wurden für den Landkreis 60 000 Notfallkarten gedruckt.

Grunderkrankungen, Medikamente, Kontakte

In der Notfallkarte für den Landkreis Nienburg können nicht nur die Grunderkrankungen eingetragen werden. Auch wichtige Kontakte, Medikamente, der jüngste Krankenhausaufenthalt und Besonderheiten können kompakt aufgeführt werden. Die Herausgeber raten dazu, die Notfallkarte gemeinsam mit einem Arzt auszufüllen.

Michael Duensing vom Landkreis freut sich: „Wir haben bis jetzt nur positives Feedback von den Ärzten bekommen. Im Notfall hilft die Karte, eine bessere Diagnose zu erstellen und macht eine effektivere Behandlung möglich.“ Vor allem, wenn Menschen in Situationen kommen, in denen sie selbst nicht mehr den Notruf tätigen können, oder nicht mehr ansprechbar sind, sei die Notfallkarte hilfreich.

Bei Sprachbarrieren und Demenz von Vorteil

Aus diesem Grund liegt jeder Karte auch ein Sticker bei, den die Besitzer beispielsweise ins Auto oder in die Wohnung kleben können. Dann wissen Rettungskräfte sofort, dass derjenige eine Notfallkarte besitzt und wo diese liegt.

Auch bei Sprachbarrieren oder dementen Personen kann die Notfallkarte ein enormer Vorteil sein. Der erste Kreisrat und Vertreter des Landrats Thomas Klein lobt den Seniorenbeirat Rehburg-Loccum für die Idee und meint: „Die Notfallkarte bringt die medizinische Versorgung weiter. Ich hoffe, dass sie sich schnell im Landkreis verbreitet.“

Zu bekommen ist die Notfallkarte bei den Hilfsorganistionen, dem Landkreis und den Kommunen bekommen. Künftig soll sie auch bei Ärzten ausliegen.

Quelle: kreiszeitung.de

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