Elke Schierholz und Ingo Hattendorf berichten von Namibia-Reise

Wo nachts Löwen neben dem Zelt brüllen

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Ingo Hattendorf und Elke Schierholz reisten mit einer siebenköpfigen Gruppe wochenlang durch Namibia und erlebten menschenleere Weite.

Bücken - Von Jana Wohlers. Wüsten, Canyons, Löwen, Zebras und kilometerlange Wege, die in die Unendlichkeit zu führen scheinen – Ingo Hattendorf und Elke Schierholz erlebten im afrikanischen Namibia eine beeindruckende Reise. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Geschichten von hinter dem Horizont“ in der Kleinkunstdiele in Bücken nahmen die beiden Nienburger rund 30 Zuhörer mit auf eine Reise durch die Weite der namibischen Natur.

Im vergangenen Jahr starteten sie in der Hauptstadt Namibias, Windhoek, in den faszinierenden und abenteuerlichen Urlaub. In einem „Landy“, einem großen SUV (Sport Utility Vehicle) der Marke Land Rover, fuhren sie in einer Gruppe mit sieben Personen wochenlang durch das gesamte Land. „Übernachtungen im Hotel waren selten und während unserer Reise ein echtes Luxuserlebnis. Meistens haben wir in Zelten geschlafen“, erzählten Hattendorf und Schierholz.

Ein Großteil der Campingplätze sei noch nicht einmal durch einen Zaun oder Ähnliches gesichert gewesen. An eine Situation im Etosha-Nationalpark konnten sich die Reisenden besonders gut erinnern: „Dort war unser Platz zwar von einem Zaun umgeben, aber wenn man nachts die Löwen ganz nah hat brüllen hören, dann war man sich seiner Unversehrtheit nicht mehr sicher.“

Der Weg durch Namibia führte Ingo Hattendorf und Elke Schierholz oft in das „platte Land“, in die dürren, trockenen Wüsten. Da die Namib-Wüste einen großen Teil der Fläche Namibias einnimmt, ist die Bevölkerungsdichte in Namibia sehr gering.

Auf vielen beeindruckenden Bildern und Videos zeigten Hattendorf und Schierholz Namibia: Wüsten- und Naturbilder erweckten den Eindruck endloser Freiheit, denn oft war die Reisegruppe in ihrem „Landy“ kilometerweit die einzigen Menschen. „Eine normale Farm in Namibia hat eine Größe zwischen 5000 und 30000 Hektar“, erklärte Elke Schierholz. Wenn der Bauer die Übersicht über seine Herde verliere, müsse er nur eines tun: „Die Wasserzufuhr abdrehen. Am nächsten Morgen warten alle Tiere an der Wasserstelle.“

Namibia zählt zu den Ländern mit sehr wenig Oberflächenwasser, die meisten Flussbetten sind bis auf wenige Zeiten ausgetrocknet. „Im Gegensatz zu unserem Golfstrom verläuft in Namibia der Benguelastrom. Wenn es wirklich einmal regnet, laufen die Flussbetten innerhalb von Sekunden voll“, sagte Hattendorf. „Genauso schnell versickert das Wasser aber wieder.“ Auf diese Weise entstehen die für Namibia typischen metertiefen Canyons.

Im Naukluft-Nationalpark stießen die Reisenden auf einen Kameldornbaum, der seit rund 900 Jahren tot ist. Durch die extrem trockene Luft setzen jedoch keine Fäulnisprozesse ein. „Generell ist man abends auch nie schmutzig. Nur sandig“, scherzte Schierholz. Die hohen Temperaturen seien zwar anstrengend und ungewohnt, durch die sehr niedrige Luftfeuchtigkeit aber erträglich gewesen.

Ingo Hattendorf und Elke Schierholz erlebten während ihrer Namibia-Reise „Natur pur“ – gegrillt wurde am Lagerfeuer, der Kofferraum diente als Lagerraum und Kühlschrank. Besonders beeindruckend waren die zahlreichen Tierbilder: Von Löwen und Nashörnern über Elefanten und Zebras bis hin zu Hyänen haben die Namibia-Touristen die faszinierende Artenvielfalt in ihren Schnappschüssen festgehalten. „Wir sind namibiainfiziert“, gaben Ingo Hattendorf und Elke Schierholz lachend zu. Bereits im nächsten Jahr steht wieder eine Reise in die scheinbar endlose Weite des Lands an.

Quelle: kreiszeitung.de

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