Energiesituation auf einen Blick 

Grafschaft Hoya nimmt an Pilotprojekt „EnergieMonitor“ teil

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Der „EnergieMonitor“ zeigt, wie viel regenerativer Strom lokal erzeugt wird und welche Erzeugungsart welchen Beitrag für die Energieversorgung leistet. Darüber hinaus liefert er Daten über den Verbrauch in der Kommune.

Der Nutzung von Wind, Sonne, Biomasse und anderen regenerativen Quellen kommt, gerade auch mit Blick auf den derzeit allgegenwärtig diskutierten Klimawandel, in der heutigen Energieerzeugung eine immer größer werdende Bedeutung zu. Eine dezentrale und erneuerbare Energieversorgung ist derzeit bereits in vielen Kommunen Realität, so auch in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya.

Samtgemeinde - Zur Beantwortung der Frage, wie viel Strom tatsächlich vor Ort regenerativ erzeugt und welcher Anteil des Energiebedarfs dadurch gedeckt wird, hat der regionale Netzbetreiber Avacon AG in diesem Jahr ein zunächst bis 2020 laufendes Pilotprojekt ausgeschrieben, an dem die Samtgemeinde als eine der ersten Kommunen überhaupt teilnimmt. Erste Ergebnisse und Erkenntnisse dieses als „EnergieMonitor“ bezeichneten Konzepts wurden jetzt in einem Pressegespräch vorgestellt, an dem neben Bürgermeister Detlef Meyer und dem im Fachdienst Liegenschaftsmanagement dafür verantwortlichen Henning Koröde, als Vertreter der Avacon Marco Sobirey (Kommunalmanagement Helmstedt) und Johannes Schlemmermeyer (Kommunalreferat Nienburg) teilnahmen.

Nach Angaben der Avacon genügt ein Blick auf den „EnergieMonitor“, um mit einer Visualisierung der örtlichen Energiesituation für Städte, Gemeinden und Landkreise Transparenz und Orientierung zu schaffen. So lassen sich mit ihm auf anschauliche und einfache Weise feststellen, wie viel regenerativer Strom lokal erzeugt wird und welche Erzeugungsart welchen Beitrag für die Energieversorgung vor Ort leistet. Darüber hinaus liefert er auch wichtige Daten über den Verbrauch in der Kommune.

Dafür werden die für den betreffenden Raum erfassten und im 15-Minuten-Takt aktualisierten Daten in einer online einsehbaren Übersicht nach Energieerzeugung und -verbrauch grafisch aufbereitet und fast in Echtzeit dargestellt. Alle Anlagen sind nach Art der Erzeugung gruppiert. Der Verbrauch wird für Gewerbe und Industrie, öffentliche Gebäude sowie Privathaushalte aufgezeigt, woraus sich dann der Grad der jeweiligen Eigenversorgung errechnen lässt.

Für die Samtgemeinde, in der aktuell 9 Biogasanlagen, 60 Windkraftanlagen und etwa 580 Fotovoltaikanlagen betrieben werden, enthält die Grafik beispielsweise am 19. Oktober zwischen 11.30 und 11.45 Uhr folgende Werte: Sie weist hier aktuell 9 241 kWh regenerativ erzeugte Energie aus, wovon mit 84 Prozent der weitaus größte Teil auf die Windkraft entfällt. Von diesen 9 241 kWh werden 2 945 kWh vor Ort verbraucht, der verbleibende Rest von 6 296 kWh wird ins allgemeine Netz gespeist. Der Grad der Eigenversorgung ist somit zu 100 Prozent erfüllt.

Weitere Infos unter:

www.grafschaft-hoya.de\energiemonitor

Quelle: kreiszeitung.de

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