Erfolgreiche Vorstellung der ersten Ergebnisse von „Hassel 2030“

„Wir packen es an!“

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Auf der Info-Veranstaltung „Hassel 2030“ diskutieren etwa 100 Bürger über die Zukunft des Dorfs.

Hassel - Von André Steuer. Es wurde fast eng im Hasseler Dorfgemeinschaftshaus. Bei der Informationsveranstaltung „Hassel 2030“ reichten die eingangs aufgestellten Stühle nicht, sodass schnell weitere geholt werden mussten. Etwa 100 Hasseler wollten hören, zu welchen Ergebnissen der Arbeitskreis „Hassel 2030“ gekommen war. Immerhin geht es um nichts Geringeres als die Zukunft des Dorfs und die Frage, wie man dem demografischen Wandel sinnvoll begegnen könnte.

„Einer Hochrechnung zur Bevölkerungsentwicklung zufolge wird Hassel im Jahr 2030 einen 25-prozentigen Anteil an über 65-Jährigen haben. Des Weiteren ist bis dahin mit einem Bevölkerungsrückgang von etwa 14 Prozent zu rechnen.“ Soweit die Fakten, die Holger Brörkens von der Niedersächsischen Landgesellschaft (NLG) den Anwesenden vorstellte. Der Arbeitskreis „Hassel 2030“, zu dem die NLG gehört, stellte sich die Frage, wie Hassel auch in Zukunft ein attraktiver und lebenswerter Ort sein kann. Seine Überlegungen und die ersten Ergebnisse stellte der Kreis nun vor.

Nach einer kurzen Einführung in die Problematik des demografischen Wandels luden die Veranstalter die Anwesenden ein, sich mit fünf Themenfeldern, die im Vorfeld vom Arbeitskreis herausgearbeitet worden waren, direkt auseinanderzusetzen. Auf fünf Stellwänden stellten jeweils zwei Arbeitsgruppenmitglieder folgende Themen vor: Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Mobilität, Ortsbild und Bauen, Kindergarten und Schule, Infrastruktur und Daseinsvorsorge sowie Dorfgemeinschaft. Sehr schnell bildeten sich an den einzelnen Stationen Interessengruppen, die mit den Arbeitskreismitgliedern engagiert diskutierten und eigene Ideen einbrachten.

Die Gespräche machten vor allem eines deutlich: Die Hasseler haben ihre Mitmenschen im Blick. Immer wieder ging es während der Veranstaltung um die zwischenmenschlichen Beziehungen und darum, wie man diese verbessern könnte. Bei allen Themenfeldern „landete“ man letztlich bei der aktiven Gestaltung des dörflichen Miteinanders. So kam beispielsweise beim Thema Dorfgemeinschaft der Gedanke auf, Treffpunkte für die Bürger zu gestalten, um Begegnungen – auch zwischen Jung und Alt – zu ermöglichen.

Der Wunsch nach generationsübergreifenden Angeboten tauchte auch bei anderen Themenfeldern auf. Unter der Rubrik Kindergarten/Schule wurde unter anderem die Idee besprochen, ob es machbar wäre, einen Treffpunkt für die Jugend einzurichten. Beim Thema Ortsbild/Bauen wurde der Wunsch nach einem eigenen Arzt kräftig von den Anwesenden unterstützt. Auch der Gedanke an den Bau eines Mehrgenerationenhauses fand große Zustimmung.

„Sicherlich liegt noch viel Arbeit vor uns“, sagte Ratsmitglied Heiko Lange (UWGH): „Aber diese Veranstaltung heute macht Mut.“ Selbst nach dem offiziellen Ende diskutierten einige Teilnehmer weiter mögliche Ideen für die Zukunft.

In der nächsten Zeit werden die neu gewonnenen Anregungen weiterentwickelt und am 14. April bei einem weiteren Infoabend den Bürgern präsentiert.

In den Begrüßungsworten sagte Bürgermeister Günter Kesebom. „Wir packen den demografischen Wandel aktiv an!“ Er scheint Recht zu behalten.

Quelle: kreiszeitung.de

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